Lokales
Schützenspektakel in der guten Stube

Montag, 03.09.2007, 15:09 Uhr

Münster. Schon von weitem konnte man die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Roxel hören, die vor dem Festzug der verschiedenen Schützenvereine- und Bruderschaften anlässlich des Stadtschützenfestes aufspielte. Langsam füllte sich auch der Prinzipalmarkt mit Besuchern, die darauf warteten, die Schützen der 42 beteiligten Schützenvereine zu begrüßen. Auch Oberbürgermeister Berthold Tillmann stand schon auf dem Wagen, um den Zug in Münsters guter Stube zu begrüßen.

Dann kamen sie aus der Ludgeristraße: Pferdekutschen, die von den einzelnen Schützenvereinen oder Bruderschaften schon im Vorfeld bestellt worden waren, gefolgt von den Schützen, deren Zug nur durch die rund 20 Spielmannszüge und Kapellen unterbrochen wurde.

Während die Schützen den Wagen des Oberbürgermeisters passierten, hörten die Besucher meist die Kommandos der Kommandeure: „Die Augen rechts“ – um dem Stadtoberhaupt die Ehre zu erweisen.

Nachdem alle Schützen sich auf dem Prinzipalmarkt versammelt hatten, begrüßte Tillmann die Besucher herzlich. „Nur einmal im Jahr ist Schützenfest, aber das soll man feiern“, so der Schlachtruf des OB. Zudem gab er zu, dass er auch in einem Schützenverein Mitglied ist. „Das bleibt im Sauerland, meiner Heimat, nicht aus. “ Die Ehre des ersten Schusses sah Tillmann locker. „Ich schieße gezielt vorbei.“

Zum Abschluss auf dem Prinzipalmarkt wurde zudem eine Fahnenschlag zu Ehren des Oberbürgermeisters ausgeführt. Danach zogen die Schützen weiter, um sich am Hindenburgplatz wieder zu versammeln.

Dort gingen die Schützen sofort ans Werk. Sie wollten den Vogel von der Stange holen. Mit viel Anfeuerungsrufen traten die potenziellen Könige an das Gewehr, doch der Kampf war schwer. Damit sich die kleinen Besucher nicht langweilten, hatten die Schützen einige Kirmesstände aufgebaut.

„Es war ein schönes Jahr – insbesondere der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt war einer Höhepunkte meiner Regentschaft“, verriet der ehemalige Stadtschützenkönig Klaus Konerding. Seine Frau Marianne war aber froh, dass mit dem Schützenfest nun die Königswürde an einen neuen Schützen übergeben wurde. „Wir haben nun nicht mehr so viel Stress.“

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