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Mi., 04.02.2009

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Fell ist erleichtert

Der Erfolg hat viele Väter (Mütter): Am augenblicklichen Höhenflug des USC haben Doreen Engel (2. von rechts) und Gwendoline Horemans (ganz rechts) maßgeblichen Anteil. (Foto: Jürgen Peperhowe)

Münster. „Ich bin zufrieden und sehe der Zukunft jetzt wieder deutlich optimistischer entgegen.“ Mit diesen Worten kommentierte Matthias Fell gestern den am späten Montagabend bekannt gewordenen Beschluss der schwarz-gelben Rathauskoalition in...

Von Uwe Peppenhorst

Münster. „Ich bin zufrieden und sehe der Zukunft jetzt wieder deutlich optimistischer entgegen.“ Mit diesen Worten kommentierte Matthias Fell gestern den am späten Montagabend bekannt gewordenen Beschluss der schwarz-gelben Rathauskoalition in Sachen Finanzspritze für den USC Münster, stellte allerdings auch eines klar: „Ein Kredit hilft uns überhaupt nicht weiter. Nur wenn die beantragten 200 000 Euro als Zuschuss fließen, werden wir von der Deutschen Volleyball-Liga eine Lizenz für die neue Saison erhalten.“ Und um seine Aussage zu erhärten, fügte Fell an: „Ein entsprechendes Schreiben der Liga liegt dem Verein vor. Wir werden es umgehend an die Parteien und die Verwaltung weiterreichen.“

CDU und FDP hatten am Montagabend auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gegeben, dass sie dem USC helfen wollen. Aus diesem Grunde werde dem Verein ein zinsloses Darlehen in Höhe von 200 000 Euro gewährt. Angekündigt wurde gleichzeitig aber auch, dass für den Fall, dass der Volleyball-Bundesligist Probleme mit der Lizenz bekäme, dieses Darlehen in einen Zuschuss umgewandelt werde. Und genau dieser Fall ist nun eingetreten. Wobei allerdings die Frage erlaubt sein muss, ob diese Ausgangsposition den Politikern nicht schon vorher hätte bekannt sein können (müssen).

Sei es, wie es sei. Für die USC-Verantwortlichen ist die politische Willensbekundung ein Signal. „Ohne sie hätten wir unsere ganzen Rettungs-Bemühungen einstellen können. Jetzt dagegen sehe ich nicht nur Licht am Ende des Tunnels, sondern bin ich fest davon überzeugt, dass wir das USC-Schiff in den nächsten Wochen wieder in ruhigeres Fahrwasser lenken können“, so Fell. Gleichzeitig stellte der USC-Präsident aber auch fest: „Das bedeutet nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen können.“ Wichtig seien nun die nächsten Schritte. Dabei denkt er in erster Linie an die Gewinnung neuer Sponsoren sowie eine gleichzeitige Senkung der laufenden Kosten. Und: An beiden Dingen werde derzeit kräftig gearbeitet. Dass im zweiten Punkt auch Einschnitte notwendig werden, die wehtun können, ist für Fell unstrittig. Aber das sei immer so, wenn man eine Firma oder einen Verein wieder auf Kurs bringen wolle.

Dass der derzeitige sportliche Höhenflug der ersten Damen-Mannschaft ein wichtiger Pluspunkt in den laufenden Gesprächen ist, steht für den USC-Präsidenten außer Frage: „Wir haben immer gesagt, dass wir eine junge, hungrige Mannschaft aufbauen wollen. Die Spiele gegen Vilsbiburg und Dresden haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Warum der sportliche Knoten gerade zum jetzigen Zeitpunkt geplatzt ist, liegt für Fell übrigens auf der Hand. „Auch die Spielerinnen spüren, dass sich im Verein und im Umfeld eine Menge bewegt. Durch sportliche Erfolge wollen sie ihren Teil zur Rettung des Clubs beitragen“, so seine Einschätzung.


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