Mi., 28.10.2009

Archiv Für Treibjagden nicht verantwortlich

Münster - „ Delfintreibjagden sind inhuman und werden von den deutschen Delfinarien auf das Schärfste verurteilt.“ Das betonen die deutschen Zoos mit Delfinarien in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Öko-Thriller „Die Bucht“, der unter anderem grausame Bilder der jährlich in Taiji/ Japan stattfindenden Delfintreibjagden zeigt.

Es sei zu begrüßen - so heißt es in dem Papier, das auch von Zoodirektor Jörg Adler und Delfinariums-Geschäftsführer Frank den Herder unterzeichnet ist -, „dass Menschen durch diesen Film, durch Medienberichte und durch Informationen in den Delfinarien auf diese grausame Massentötungen von Delfinen aufmerksam gemacht werden.“

Weniger Beifall findet bei den Unterzeichnern die Tatsache, dass der Film und die damit verbundenen Diskussionen den „Eindruck erwecken, dass Zoos und Delfinarien für diese Massaker mitverantwortlich sind“. Und dass häufig behauptet werde, derartige Delfintreibjagden könnten gestoppt werden, wenn niemand mehr Delfinarien besuche. Dabei, so das Papier, stamme kein einziges Tier in den Delfinarien der Europäischen Union aus Japan oder aus anderen vergleichbaren Delfintreibjagden. Im Übrigen hätten sich wissenschaftlich geführte Zoos, Aquarien und Delfinarien bereits vor Erscheinen des Films ausdrücklich gegen solche Fangaktionen ausgesprochen.

Die drei wissenschaftlich geführten deutschen Zoos mit Delfinarien (Münster, Duisburg, Nürnberg), so heißt es abschließend in der Stellungnahme, setzten sich schon lange aktiv und mit Nachdruck für den Schutz bedrohter Tierarten ein. Und: „Zahlreiche Umweltschutz- und Arterhaltungs­projekte für Meeressäugetiere, wie Wale, Delfine, Seekühe und Robben, werden durch die deutschen Zoos und ihre Delfinarien maßgeblich gefördert.“

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