Rot Weiss Ahlen
Do., 03.12.2009
Anton Fink ist eine feste Größe
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Karlsruhe/Ahlen - Anton Fink, Stürmer des Karlsruher SC (am Sonntag zu Gast bei RW Ahlen), hat einen Eintrag in die Geschichtsbücher des deutschen Fußballs bereits sicher. Denn der 22-Jährige war der erste Torschützenkönig in der neu eingeführten Dritten Liga. In der abgelaufenen Saison verhalf er der SpVgg Unterhaching mit 21 Treffern in 38 Partien fast zum Aufstieg in die Zweite Liga. Am Ende belegten die Bayern den undankbaren vierten Rang und verpassten die Relegation knapp. Fink, dessen Karriere einst in seinem Heimatort beim SC Maisach begonnen hatte, erhielt gleich mehrere Angebote aus den ersten beiden Ligen, entschied sich aber letztlich für einen Wechsel nach Karlsruhe.
Bei den Badenern hat sich Fink inzwischen zu einer festen Größe entwickelt. An den ersten 14 Spieltagen kam „Toni“ - so sein Spitzname - zu 14 Einsätzen, erzielte vier Tore. Saisontreffer Nummer vier markierte er beim jüngsten 2:1-Heimsieg gegen die TuS Koblenz. Eine starke Leistung lieferte Fink auch beim 3:2 gegen den 1. FC Union Berlin ab, als ihm sein erster Zweitliga-Doppelpack gelang.
Insgesamt hinken die Karlsruher den eigenen Ansprüchen aber hinterher. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga in der abgelaufenen Saison hatten die KSC-Anhänger auf den direkten Wiederaufstieg gehofft. Dieses Ziel wird aber wohl nur noch schwer zu realisieren sein. Denn der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz beträgt nach 14 Runden bereits elf Punkte. Statt nach oben muss die Mannschaft von KSC-Trainer Markus Schupp zurzeit noch eher nach unten schauen. Sechs Punkte trennen den KSC vom 16. Tabellenplatz, der am Ende der Saison die Relegation mit dem Tabellendritten der Dritten Liga zur Folge hätte. Diesen Rang nimmt der letzte KSC-Gegner TuS Koblenz ein, was die Bedeutung des erlösenden „Dreiers“ gegen den direkten Konkurrenten unterstreicht.
Schon der Start in die Saison war alles andere als optimal. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien wurde Cheftrainer Edmund Becker entlassen. Für ihn übernahm wenig später Markus Schupp das Ruder. Der 43-Jährige kann auf die Erfahrung aus 351 Bundesliga-Spielen zurückgreifen. Zu seinen Stationen zählten der 1. FC Kaiserslautern, die SG Wattenscheid 09, der FC Bayern München, Eintracht Frankfurt und der Hamburger SV. Als Trainer sammelte er zwei Jahre bei Sturm Graz in Österreich und danach beim SV Wacker Burghausen Erfahrung.
Nach seiner Entlassung bei den Bayern zog es Schupp zum Hamburger SV. Dort fungierte der ehemalige Profi eineinhalb Jahre als Co-Trainer von Huub Stevens. Relativ kurz war sein Auftritt zuletzt beim österreichischen Spitzen-Club Red Bull Salzburg, wo er - ebenfalls als Assistent von Stevens - drei Monate arbeitete. Seit dem 3. September leitet er nun die sportlichen Geschicke des KSC.
Nur noch bis zum Ende der Saison bleibt Manager Rolf Dohmen im Amt. Nach sieben Jahren wird der 57-Jährige die Badener im Sommer verlassen. Der Verein bemüht sich bereits, die Nachfolge des Managers zu klären. Geplant ist die Installierung eines Kaufmännischen Geschäftsführers und eines Sportlichen Leiters. Gut möglich, dass sich die Wege von Dohmen und dem KSC eher trennen, wenn sein Nachfolger feststeht. Denn das Verhältnis zum erst kürzlich neu gewählten Präsidium ist nicht frei von atmosphärischen Störungen.
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