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Was wirklich in Gronau geschah

Freitag, 22.01.2010, 14:01 Uhr

Gronau / Düsseldorf - Einen Tag nach dem Zwischenfall - das letzte meldepflichtige Ereignis hatte sich in Gronau im November 2009 ereignet - ist die Ursache offenbar geklärt. Ein als „leer und gewaschen“ angelieferter Uranbehälter sollte in einem Spezialraum für eine Druckprüfung vorbereitet werden. Eine genaue Chronik der Ereignisse in der Uranaufbereitungsanlage in Gronau:

» Unfallhergang: In einem Spezialraum sollte ein als „leer und gewaschen“ angelieferter Uranbehälter von einem Mitarbeiter für eine Druckprüfung vorbereitet werden. Dieser Behälter enthielt aber noch Reste von Uranhexaflourid. Dabei kam es um 14.32 Uhr zu einer Freisetzung dieses Stoffes in unbekannter Menge.

Nach Angaben von Urenco wurden nur wenige Gramm freigesetzt, die bereits in 50 Metern Entfernung außerhalb des Gebäudes nicht mehr messbar waren. Der mit diesen Arbeiten beschäftigte Mitarbeiter erlitt einen Schock. Weiterhin wurde er an den Beinen und Armen mit dem freigesetzten Uranhexaflourid kontaminiert. Er wurde ins Universitätsklinikum Münster gebracht, wo er noch mindestens bis Montag bleiben muss.

» Was geschah dann? Der Unfall wurde von einem zweiten Mitarbeiter sofort der Werksfeuerwehr gemeldet. Beide Mitarbeiter verließen sofort den verstrahlten Raum und schlossen die Tür. Die Störfalllüftung wurde eingeschaltet, das gesamte Gebäude geräumt. Die Messungen am Kamin des betroffenen Gebäudes zeigten, dass etwas ein Sechstel des genehmigten Grenzwertes für ein Wochenende in die Umgebung abgegeben wurde.

» Was macht das Ministerium? Das für die Atomaufsicht zuständige nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium forderte einen umfassenden Bericht an und sandte gestern Mitarbeiter des TÜVs nach Gronau, um den Zwischenfall eigenständig zu untersuchen.

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