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So., 14.03.2010

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Erinnerungen an besondere Menschen

Franz Prinz zu Salm-Salm, hier mit einem seiner Söhne, würdigt den Erzählsalon mit den Worten "Wie schön es in Coesfeld ist, zeigt dieser Tag, an dem viele Generationen gemeinsam etwas Schönes machen!". (Foto: Ursula Hoffmann)

-ho- Coesfeld. Fünf junge Männer schlagen für den 6. Coesfelder Erzählsalon den Sonntag ein. Die Bodypercussion des Schlagzeugensembles begeistert, genauso wie das Wind-Intermezzo und die anderen Stücke ihrer Querflöte spielenden Musikschulkolleginnen. Bei dem Thema "Ein Mensch, den ich nicht vergesse" bieten die musikalischen Zwischentöne eine gute Möglichkeit, Gefühle zu verarbeiten. Denn die von den zehn Erzählern erlebten Geschichten rühren an. Es sind so viele Zuhörer in die Familienbildungsstätte gekommen, um teilzuhaben an Trauer, Schmerz, Bewunderung, Freude und Glück, an der Fülle von Gefühlen und Erfahrungen, die in den Erzählungen zum Ausdruck kommen, dass Moderatorin Veronika Meyer-Ravenstein ihrer Freude darüber Ausdruck gibt: "Ich liebe es, wenn Räume aus allen Nähten platzen!" Es gelingt zunehmend, den Erzählsalon zu einer Begegnung aller Generationen zu machen, sowohl bei den Erzählenden als auch bei den Zuhörern. Es starten die Jüngsten, Steffen Vennes und Domimik Bücker, die von den besonderen Stunden berichten, die sie bei dem Globetrotter Ludwig Schumacher im Wald erlebt haben. Seine besondere Gabe: zuhören! Schwester Theatilde Fölling erinnert sich voller Dankbarkeit ihrer Musiklehrerin. Hermann Steinberg würdigt Katharina Middendorfs Anliegen, Coesfelder Senioren aus ihrer Einsamkeit zu holen. Dr. Michael Oelck nimmt ein Bewerbungsgespräch zum Thema "Hart, aber herzlich" als Ausgangspunkt für seine Hochachtung vor einem Geschäftsführer, für den alle Menschen gleich waren. Gleiche Erfahrungen machte Ulrike Hemker mit ihrer Oma, einer intellektuellen, sehr belesenen Frau, die durch ihre Zugewandtheit anderen half, selbst eine Lösung für Probleme zu finden. Auch Andenken sind wichtig für die Erinnerung an besondere Menschen. Egal ob es sich dabei um Mutter Theresa handelt, die der Stewardess Heike Schumacher bei einer unvergesslichen Begegnung auf einem Flug ein Holz-herz schenkte, das diese immer bei sich trägt. Oder ob es die fünfjährige Maria aus Neapel ist, deren strahlende dunkle Augen den Pädagogen Manfred Günnigmann nicht loslassen. Als 19-jähriger Abiturient schenkte er ihr im Urlaub jeden Tag ein Eis. Als sie sich mit einem Kreuz bei ihm bedanken wollte, wurde sie von einem Lkw erfasst - eine Tragödie, die Spuren hinterlässt! Von Lebensqualität, auch im Angesicht des Todes, berichtet die Hospitzbegleiterin Henrieke Greving. Prinz Franz zu Salm Salm erzählt von seinem Patenonkel, der entscheidend am Attentat gegen Hitler beteiligt war und dessen Zivilcourage für alle Vorbild sein sollte. Ein Tag, der von vielen Menschen berichtete, die nicht in Vergessenheit geraten sollten.


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