Nabu-Serie

Mi., 26.05.2010

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Fast das ganze Leben lang in der Luft

Ausnahmsweise nicht in der Luft: Mauersegler sind eigentlich ständig unterwegs.Foto: (Nabu)

Wer hätte gewusst, dass Mauersegler ausgerechnet mit Kolibris verwandt sind? Beide Vogelarten haben dieselben sichelförmigen Flügel, außerdem ähneln sich Körperbau und die Form der ovalen, weißen Eier. Neben dem bunten Gefieder der Kolibris erscheint unser Mauersegler aber eher farblos.

Der Mauersegler verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft. Seine Nahrung, Spinnen und schwebende Insekten, fängt er in einer Höhe von bis zu 3000 Metern. Auch Wasser zum Trinken nimmt er im Gleitflug direkt aus dem Gewässer auf.

Kaum zu glauben, aber nicht einmal zum Schlafen lässt sich der Vogel mit der grauweißen Kehle und dem bräunlichen bis rußschwarzen Gefieder nieder.

So verwundert es nicht, dass kaum ein anderer Vogel so gut an das Leben in der Luft angepasst ist wie der Mauersegler. Mit seinen scharfen „srih, srih, srih“-Rufen jagt er unermüdlich durch die Straßenschluchten und über unsere Dächer.

Mauersegler haben sehr kurze Füße, mit denen sie kaum sitzen können. Für ihre kurzen Aufenthalte auf festem Boden nutzen sie daher am liebsten senkrechte Flächen wie Mauern oder Felsen, an denen sie sich festklammern. Dort bauen sie in hoch gelegenen Nischen und Spalten ihre Nester.

An neuen oder renovierten Häusern finden Mauersegler, aber auch andere Gebäudebrüter wie Mehlschwalben oder einige Fledermausarten, oft keine Nistmöglichkeiten. Diese Tiere kann man mit geeigneten Nistangeboten unterstützen.


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