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Fr., 16.07.2010
Richtfest unter blauem Himmel
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Münster-Sprakel - Die Sonne strahlte mit den Sprakelern um die Wette, als der erste Vorsitzende des SC Sprakel, Roland Westerschulte, die Leiter zum Gerüst hinaufstieg. Denn dem Vorsitzenden kam die Ehre zu, den letzten Nagel beim Richtfest des neuen Vereinsheims einzuschlagen.
Doch die Zimmerleute Frank Rotterdam und Max Popp hatten für Westerschulte einen rund 30 Zentimeter langen Nagel ausgesucht. Es kam, wie es kommen musste: Nagel krumm, halb versenkt und mehr als 60 Schläge, inklusive geradeklopfen. Doch davon ließ sich der Vorsitzende des Sportvereins die gute Laune nicht verderben: „Das gehört einfach dazu“, sagte er und lachte.
Etliche Laudatoren richteten Grußworte an den Verein. So war auch der Leiter des Sportamtes, Bernd Schirwitz, nach Sprakel gekommen, um dem Verein für die Zukunft alles Gute zu wünschen. „Vor 20 Monaten schien es für einen Moment so, als würde es in Sprakel keinen Sport mehr geben“, erinnerte sich Schirwitz. Doch die Schrecksekunde währte nur kurz. „Auch an der Sonnenseite von Münster, wie in Sprakel, ist der Sport einfach nicht wegzudenken.“
Edgar Drüge, Vorsitzender des Sportausschusses, richtete lobende Worte an den Verein. „Es ist ganz erstaunlich, dass ein Sportverein in der Lage ist, 90 000 Euro und die Außenanlagen aus eigenen Mitteln zu finanzieren, damit das Vorhaben Neubau gelingen kann.“ Denn die Sparmaßnahmen der Stadt, die auch im Sport schon seit einigen Jahren Einzug gehalten haben, seien auch vor Sprakel nicht stehen geblieben. „Aber als wir den Vorschlag unterbreitet haben, dass der Verein sich selbst an den Kosten beteiligt, hat der sofort zugestimmt - und eine Vorbildfunktion erfüllt.“
Der stellvertretende Vorsitzende des Stadtsportbundes, Bernd Finke, hatte nicht nur freundliche Worte, sondern auch einen Notgroschen im Gepäck. Er wollte sich selbst von den Fortschritten der Baumaßnahmen überzeugen. „Ich bin selber Vorsitzender eines Sportvereins (Borussia Münster) und weiß, wie wichtig beispielsweise vernünftige Umkleiden sind.“
Auch Architekt Burkhard Bölling ist mit der bisherigen Arbeit zufrieden. „Die Ungeduld bei den Sprakelern war zu Baubeginn groß, und wir mussten auch schwere Entscheidungen treffen.“ Doch die Zusammenarbeit mit dem Verein habe wunderbar funktioniert. „Und am Ende wird das Ergebnis stimmen“, versprach der Architekt.
Vorsitzender Roland Westerschulte blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Ich bin glücklich: So langsam macht die Arbeit wieder Spaß, denn man sieht, dass es weitergeht.“
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