125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ahlen

Di., 31.08.2010

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Hilfeschreie aus dem Stall: Feuerwehr-Nachwuchs übt den Ernstfall

Die Jugendfeuerwehr-Gruppe aus Ahlen übernimmt die Wasserversorgung. Sie nutzen dabei einen angrenzenden Feuerlöschteich.Fotos: (Christian Wolff)
Von Christian Wolff

Vorhelm - Ein Hof in Flammen und zwei Vermisste - Dieses Szenario haben sich Heinrich Schlautmann und Raphael Eustermann, Betreuer der Jugendfeuerwehr-Gruppe in Vorhelm, für die Jahresabschlussübung am Montagabend ausgedacht. Diese findet immer unter Beteiligung aller Nachwuchsgruppen aus Ahlen und den Ortsteilen statt. In diesem Jahr sind die Kameraden aus dem Hellbachdorf an der Reihe.

Schauplatz des fiktiven Brands ist der Hof Schlautmann an der Dorffelder Straße, der beste Voraussetzungen zum Üben bietet: „Das Löschwasser beziehen wir sowohl aus einem Tanklöschfahrzeug als auch von einem direkt angrenzenden Feuerlöschteich“, erklärt Eustermann, während hinter ihm bereits der erste Trupp zur Suche nach den vermissten Personen aufbricht. Im Zwei-Minuten-Takt treffen nun die einzelnen Gruppen ein. Dann heißt es „Wasser marsch!“

Heinrich Schlautmann: „Wir nehmen an, dass ein Teil des Stalls bereits im Vollbrand steht und nicht mehr zu retten ist. Wir konzentrieren uns daher darauf, den wertvollsten Teil des Hofes - das Wohnhaus - zu schützen und den mittleren Teil des Stalls zu löschen, während die Personen gerettet werden.“ Die Vorhelmer übernehmen die Lösch- und Rettungsarbeiten im Innenhof, die Ahlener üben die Wasserversorgung am Teich und die Dolberger kümmern sich um Löscharbeiten von der Rückseite aus.

Hilfeschreie ertönen indes aus dem verrauchten Gebäude. Gar nicht so einfach, sich hier zurecht zu finden. Doch die Menschenrettung wird erfolgreich abgeschlossen. Auf Tragen werden die „Brandopfer“ aus dem Haus gebracht.

Die Bilanz von Unterbrandmeisterin Nadine Helbeck, stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwartin: „Insgesamt hat das Zusammenspiel gut funktioniert. Der Bewegungsablauf könnte allerdings noch etwas zügiger werden, manches geschah noch zu sehr im Zeitlupentempo.“ Aber dazu seien Übungen ja gedacht. Und zur Belohnung wartet für alle Teilnehmer der Jahresabschlussübung eine kalte Cola im Vorhelmer Gerätehaus.

Am Samstag, 18. September, wollen die Nachwuchsbrandbekämpfer auch der Öffentlichkeit zeigen, was sie gelernt haben. Dann steht beim „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr-Hauptwache alles im Zeichen des Geburtstags „35 Jahre Jugendfeuerwehr“. Beginn ist um 10 Uhr.


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