Charitylauf nach Srebrenica
Sa., 28.08.2010
Fernsehsender fuhr mit
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Havixbeck - Am heutigen Samstag ist der 42. Tag des Spendenlaufs, zu dem Charly Weiper am 18. Juli in Havixbeck gestartet ist. Fast 1.300 der insgesamt rund 1.800 Kilometer liegen hinter dem 55-jährigen Havixbecker, der sich seit Montag dieser Woche in Slowenien bewegt und am heutigen Mittag in Brezice die Grenze zu Kroatien erreicht. Am Samstagabend kommt er in Samobor an. Die knapp 40.000 Einwohner zählende Stadt gehört zur Region Zagreb. Ob Charly Weiper allerdings die sehenswerte barocke Altstadt genießen wird, bleibt dahingestellt.
In dieser Woche genoss der Friseurmeister die Unterstützung von einigen Havixbeckern. Die Schürholz-Familie und Holger Tunke hatten Weiper in Kärnten überrascht und wurden Zeugen eines großen Events in Klagenfurt, wo tausende Teilnehmer und Besucher bei „Kärnten läuft“ auch Charly Weipers Einlauf mitverfolgten. Am nächsten Tag in St. Peter stießen auch die Wörthersee-Urlauber Hermine und Bernd Pohlmann nochmals dazu und begleiteten Charly Weiper für eine Etappe. Der Abstecher zu dem von der gewaltigen Berglandschaft der Karawanken umgebenen Klopeiner See war mehr als lohnenswert.
„In der Bürgerschaft gab es viele positive Reaktionen zum Projekt, die Unterstützung durch die Kommunen war nur teilweise gegeben“, zog Weiper eine Österreich-Bilanz. Besonders gern blickt er auf die Höhepunkte in Tamsweg, Feldkirchen und Klagenfurt zurück.
Der Weg zur slowenischen Grenze war schon eine Herausforderung. Auf etwa 1500 Metern Länge musste in Serpentinen eine Steigerung von 18 Prozent bewältigt werden. An der Grenze kamen vier Radfahrer, die berichteten, von Weipers Projekt im slowenischen Radio gehört zu haben. Sie wünschten viel Glück. In Mezica wurde Charly Weiper vom Bürgermeister und von der örtlichen Presse begrüßt. Ein Radiosender führte ein ausführliches Interview über die Hintergründe und Ziele des Projekts.
Am nächsten Tag standen zwei Mitläufer bereit, die sich trotz ihres Alters (80 und 70 Jahre) als Vollblutsportler entpuppten. Einer von ihnen war Olympiateilnehmer im Skilanglauf 1968 in Grenoble. Auch an diesem Tag war wieder ein Anstieg von 500 auf 1.200 Meter Höhe zu erklimmen. Weipers Oberschenkel, noch vor einer Woche ein Thema, bereitet keine Probleme mehr. Beim Höhenlauf konnte der Havixbecker die traumhafte Natur mit Wäldern, Felsen und Bachläufen genießen.
Während Charly Weiper Kilometer für Kilometer seinem Ziel entgegenstrebt, erhält er in Slowenien viel Beachtung. Autofahrer fahren hupend vorbei und zeigen mit dem Daumen nach oben. Ein Fahrzeug hält plötzlich neben ihm: Der nächste Radiosender bittet zum Interview. Die Bürgermeister und andere Verantwortliche in den slowenischen Orten beweisen großes Interesse, zeigen sich vom Projekt begeistert, sorgen für einen angemessenen Parkplatz für das Wohnmobil und laden zum Essen ein.
Am Donnerstag kam neben der örtlichen Presse auch ein Fernsehsender, der nicht nur den Start filmte, sondern Charly Weiper auch fünf Kilometer begleitete.
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