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Mi., 18.08.2010
Lehman-Geschädigter aus Münster verklagt Sparkasse Münsterland Ost
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Münster - Ein 83-jähriger Renter aus Hiltrup hat heute vor dem Landgericht um 100 000 Euro gekämpft. Diese Summe fordert er von der Sparkasse Münsterland Ost zurück. Er sei bei Anlagegeschäften falsch beraten worden, argumentierte der Rentner heute Morgen. Die Sparkasse wies den Vorwurf umgehend zurück. Der Prozess ging am frühen Nachmittag zu Ende. Das Urteil will die Vorsitzende Richterin in den kommenden Tagen verkünden.
Der Mann hatte im Jahr 2005 über die Sparkasse Münsterland Ost einen Fonds der DZ-Bank gekauft, der auch Papiere der inzwischen zusammengebrochenen Lehman-Bank hielt. Beim Kauf sei er nicht darauf hingewiesen worden, dass bei dieser Anlage auch der Totalverlust des Vermögens drohen kann. Der zuständige Anlageberater der Sparkasse bestand vor Gericht darauf, dass dies dem Kläger sehr wohl bewusst gewesen sei. Der 83-Jährige verlor bei dem Anlagegeschäft das gesamte Anlagevermögen.
In Münster treffen sich jeden Monat zwischen 25 und 30 Lehman-Geschädigte, von denen aber die meisten durch die damalige Citybank (heute Targobank) falsch beraten worden seien, wei sie sagen. Bis es zu diesem Prozess gekommen sei, sei bereits viel Zeit vergangen, sagt eine Lehman-Geschädigte.
Anleger in ganz Deutschland haben mit Zertifikaten der zusammengebrochenen US-Bank vor zwei Jahren hohe Summen verloren. Die Geschädigten in Münster berichten von verlorenen Summen, die sich zwischen 3000 und 200 000 Euro bewegen.
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