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Mi., 01.09.2010

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Wieder Keime im Wasser entdeckt

Erneut sind in Brunnen des Nottulner Wasserwerks Bakterien entdeckt worden. Beim ersten Fall im November 2009 wurden die Brunnen wochenlang intensiv durchgespült. (Foto: Dieter Klein)
Von Ludger Warnke

Nottuln - Die unangenehme Nachricht kam zur Mittagszeit aus dem Hause des beauftragten Analyselabors: Drei Trinkwasserbrunnen des Nottulner Wasserwerks sind erneut mit Keimen, also mit Bakterien belastet. In der Wasserprobe von Montag (30. August) wurden pro 100 ml 30 Keime der Typen „coliforme Keime“ und „E-Coli“ gezählt, berichtete Peter Scheunemann, Leiter der Nottulner Gemeindewerke, am Mittwochnachmittag im WN-Gespräch. Aber, darauf weist der Werke­chef besonders hin: „Die Bürger brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass sie verunreinigtes, mit Keimen belastetes Trinkwasser bekommen.“ Die Ende 2009 im Wasserwerk installierte UV-Desinfektionsanlage funktioniert nach Auskunft von Scheunemann absolut zuverlässig und stellt sicher, dass nur einwandfreies Wasser das Wasserwerk verlässt.

„Als Vorsorgemaßnahme haben wir aber dennoch beschlossen, die Trinkwasserförderung bis auf weiteres einzustellen“, erklärte Scheunemann. Ab sofort versorgen die Stadtwerke Coesfeld aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen mit den Nottulner Werken die Gemeinde mit Trinkwasser. Wie lange das so sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen.

Der neue Fall von Keimen in den Trinkwasserbrunnen weckt bei den Gemeindewerken unangenehme Erinnerungen an den November vergangenen Jahres, als erstmals Keime entdeckt wurden. Fast drei Monate dauerte es, bis die Keimbelastung aufhörte. Eine mysteriöse Sache, denn trotz mannigfacher Spurensuche unter Hinzuziehung von Fachbehörden und Fachlabors wurde die Ursache für die damalige Keimbelastung nie zweifelsfrei entdeckt. Als Folge der damaligen Situation kaufte das Wasserwerk eine UV-Desinfektionsanlage. Denn durch die Bestrahlung des Wassers mit UV-Licht werden Keime wirkungsvoll abgetötet.

Ob die jetzige Keimbelastung wieder Monate anhält, ist völlig ungewiss. „Wir können natürlich zu den Ursachen noch gar nichts sagen. Dafür ist die Nachricht viel zu frisch“, bemerkte der Werke­chef. Wohl aber berichtete Scheunemann, dass wie damals im November die belasteten Trinkwasserbrunnen wieder im nördlichen Bereich des Einzugsgebietes liegen.

Trotz der UV-Desinfektionsanlage nimmt das Nottulner Wasserwerk die erneute Keimbelastung nicht auf die leichte Schulter. „Das ist ein ernsthaftes, gravierendes Problem, mit dem wir konfrontiert werden“, sagte Werkeleiter Peter Scheunemann. Deshalb sei es auch sinnvoll und fair, sofort die Öffentlichkeit zu informieren.

Scheunemann: „Wir haben da nichts zu verbergen.“


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