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Do., 02.09.2010
Fahrradständernot in Münster - Wer suchet, der findet
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Münster - Um Missverständnisse gleich zu vermeiden: Die hier gezeigten Fotos der Fahrradständer in Münsters City sind innerhalb von 30 Minuten entstanden. Es werden also nicht Äpfel mit Birnen verglichen, sondern Gewohnheiten aufgezeigt, die auch schon mal zum Problem werden können. Kurz und gut: Wenn es um Stellplätze geht, sind Radfahrer nicht weniger bequem als Autofahrer.
Auf jeden Fall haben die WN die Probe aufs Exempel gemacht und sich drei neuralgische Punkte zum Thema „Leezen-Chaos“ ausgesucht: den Bahnhofsvorplatz, den Prinzipalmarkt und die Münster-Arkaden. Die Frage: Gibt es in einer zumutbaren Entfernung freie Fahrradständer (wobei Radler über „Zumutbares“ trefflich streiten können)?
Das Ergebnis: Jeweils in Entfernungen von 130 bis 180 Metern finden sich ungenutzte Ständer in Hülle und Fülle. Freilich nicht so günstig gelegen und teilweise auch in einer schlechteren Qualität wie an der Ostseite des Hamburger Tunnels.
Es gibt aber auch das Gegenbeispiel: Am Geisbergweg locken richtige Ständer, direkt daneben an den Münster-Arkaden „nur“ zugeparkte Bürgersteige. Trotzdem stehen Letztere in der Gunst des Publikums ganz oben.
Und noch ein Wort zum Prinzipalmarkt: Wer als Radfahrer bei Eckerle einkaufen möchte, ist gut beraten, die Radständer direkt vor der Tür zu nutzen. Wer aber andere Prinzipalmarkt-Geschäfte ansteuert, etwa Petzhold oder Appelrath-Cüpper, könnte genauso gut auf der Ostseite des Domplatzes (Rückseite des Prinzipalmarktes) parken. Nur macht das kaum jemand!
Das Zeitargument dürfte eine untergeordnete Rolle spielen, denn Entfernungen zwischen 130 und 180 Metern legt der durchschnittliche Radfahrer selbst bei gemächlichem Tempo in etwa 30 bis 45 Sekunden zurück.
Eher fällt auf, dass die stark frequentierten Radständer jeweils in Sichtweite stark frequentierter Ziele liegen, die verwaisten Anlagen indes fristen buchstäblich ein Nischendasein und müssen gezielt aufgesucht werden.
Genau hier dürfte eine zentrale Frage für die Verkehrsplaner liegen: Wie holt man den „ruhenden Radverkehr“, wie es so schön heißt, aus der Nische?
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