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Do., 02.09.2010
Last-Minute-Transfers: Top oder Flop?
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<1>Gelsenkirchen/Münster – Drei, zwei, eins, meins! Die schier endlos lange Fußball-Shopping-Tour ist vorbei und kurz vor Ladenschluss haben die Clubs noch einmal das Scheckheft gezückt, allen voran der FC Schalke 04. Wir haben die wichtigsten Last-Minute-Transfers der Liga mal unter die Lupe genommen und beurteilen, was von den „Neuen“ zu erwarten ist. Klaas-Jan Huntelaar (27, Schalke 04): Mit dem niederländischen Nationalspieler haben die Knappen einen echten Torjäger verpflichtet. Der 27-Jährige hat seine „Vollstreckerqualitäten“ bereits bei drei europäischen Topvereinen unter Beweis gestellt und wird auch das Schalker Angriffsspiel beleben, wenn ihm denn die entsprechenden „Zuarbeiter“ an die Hand gegeben werden. Dennoch lässt sich jetzt schon festhalten: Schalke hat mit Huntelaar einen echten Volltreffer gelandet! Note: 1,5 Jose-Manuel Jurado (24, Schalke 04): Spanische Mittelfeldspieler, das bedeutet höchste Qualität im Weltfußball. Da schadet es auch nicht, wenn einer wie Jurado, noch kein A-Länderspiel für die Iberer auf seinem internationalen Konto verbuchen kann. Technisch und taktisch bringt der Madrilene alle Voraussetzungen mit, um in der Bundesliga eine dominerende Rolle zu spielen. Allerdings mangelt es bei dem 1,78 Meter kleinen Mittelfeldspieler an der körperlichen Robustheit und der Zweikampfstärke. Note: 2,5 Nicolas Plestan (29, Schalke 04): Die ersten Auftritte in der Bundesliga haben nachdrücklich unter Beweis gestellt, dass der FC Schalke 04 in der Abwehr dringenden Handlungsbedarf hat. Ob dieser allerdings mit der Verpflichtung von Plestan erfüllt worden ist, darf angezweifelt werden. Zwar hat Plestan mit dem OSC Lille in der Champions-League gespielt, allerdings gilt der Franzose als sehr verletzungsanfällig und hat, ähnlich wie Metzelder, zuletzt nur wenig Wettkampfpraxis gesammelt. Note: 4 Mamadou Bah (22, VfB Stuttgart): Nach dem Abgang von Sami Khedira sahen sich die Schwaben im defensiven Mittelfeld nur unzureichend aufgestellt. Mit der Verpflichtung des Guineas Mamadou Bah soll diesem Umstand Abhilfe geleistet worden sein. Der 22-Jährige kommt vom französischen Drittligisten Racing Straßburg und soll laut Aussage von Manager Fredi Bobic die Möglichkeiten im Mittelfeld erhöhen. Ein überzeugendes Bekenntnis in die Qualität eines Neuzugangs sieht anders aus. Note: 4,5 <2>Mauro Camoranesi (33, VfB Stuttgart): Mit Mauro Camoranesi hat der VfB Stuttgart einen vermeintlichen Transfercoup gelandet. Der Italiener war 2006 Stammspieler in der Weltmeisterelf und verfügt über jede Menge internationale Erfahrung, die ihn als Führungsfigur bei den Schwaben prädestiniert. Ob der 33-Jährige allerdings noch die sportliche Qualität hat, um den VfB in seiner Entwicklung nach vorne bringt, bleibt abzuwarten. Note: 4 Antonio da Silva (32, Borussia Dortmund): Lange Zeit hielt sich da Silva in der Hoffnung auf einen neuen Vertrag beim BVB fit. Diese Hoffnung wurde ihm erfüllt. Trainer Jürgen Klopp, der bereits zu Mainzer Zeiten ein Anhänger des Brasilianers war, sprach sich nach starken Leistungen in Testspielen und im Training für eine Verpflichtung aus. Als billige Alternative fürs BVB-Mittelfeld ist die Verpflichtung des 32-Jährigen eine durchaus sinnvolle Kader-Ergänzung. Note: 3 <3>Gylfi Sigurdsson (20, 1899 Hoffenheim): Hohe Ablösesummen für bislang unbekannte Talente, das ist die Vereinsphilosophie der TSG Hoffenheim. Mit dem Transfer des Isländers Gylfi Sigurdsson bleiben sich die Kraichgauer in dieser Hinsicht treu. Für 5,2 Millionen Euro wechselt der Youngster vom FC Reading zum Team von Ralf Rangnick. Der junge Isländer gilt als torgefährlicher Mittelfeldakteur mit großem Potenzial. Note: 2,5 Malik Fathi (26, FSV Mainz 05): Der FSV Mainz hat sich erneut die Dienste von Malik Fathi von Spartak Moskau gesichert. Der 26-Jährige wird für ein weiteres Jahr ausgeliehen und so die linke Abwehrseite verstärken. Hier hat allerdings der Bochumer Leihspieler einen starken Eindruck in den ersten Wochen dieser Saison hinterlassen, daher ist die Leihe des Ex-Berliners nicht unbedingt nachzuvollziehen. Note: 4
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