Mi., 08.12.2010

Homepage Thema 2 „Wer wird Millionär?“: Eckhard Freise schaffte es als Erster

Eckhard Freise aus Münster war vor zehn Jahren der erste Millionen-Gewinner bei Günther Jauch. <beschreibung>Foto: </beschreibung> (dpa)
Von Karin Völker

Münster - In Geldangelegenheiten geht es Eckhard Freise wie Hans im Glück. Am wohlsten ist ihm, wenn der schnöde Mammon weg ist. Zuviel Geld bringt Unglück - das findet der Professor für Mittelalterliche Geschichte auch noch zehn Jahre nach dem großen Coup, der ihn zum Fernsehstar machte. Der Münsteraner war Anfang Dezember 2000 der erste Millionen-Gewinner in Günther Jauchs Fernsehquiz. Die Frage „Wer wird Millionär?“ wurde erstmals mit dem Namen Eckhard Freise beantwortet.

Die Geschichte, wie er auf Jauchs heißen Stuhl in die Show kam, hat Freise - Professor an der Universität Wuppertal, aber zu Hause in Münster - seither unzählige Male erzählt. Er hatte mit seinem damals 14-jährigen Sohn Florian gewettet, der sich weigerte, in einem lateinischen Theaterstück an seiner Schule den Liebhaber zu geben. Quintessenz: Wenn Papa bei Jauch mitmacht, muss Florian auf die Bühne. So geschah es - auch wenn Florian Vater Freise den Aufführungstermin geflissentlich verschwieg.

Von der Million - es waren noch D-Mark -, sagt Freise, war nach einem Jahr nichts mehr übrig. Die Freises zahlten ihre Doppelhaushälfte ab, feierten ein Fest und spendeten einen großen Teil des Gewinns. „So viel Geld war mir unheimlich“, erinnert sich der Professor, der nach seinem Sieg bei Jauch zum TV-Star auf mehreren Kanälen aufstieg.

Quiz-Spiele liebt Freise immer noch, am liebsten ohne Fernsehkameras - auch wenn er sonst nicht öffentlichkeitsscheu ist.

„Ein historisches Phänomen“ sei das Quiz, betont der Experte. Schon in der Antike habe es solche Spiele gegeben - „allerdings ging es für den Verlierer dabei buchstäblich um Kopf und Kragen“. Der Auftritt bei Jauch war seinerzeit vergleichsweise entspannt. „Es ging ja um nichts“, sagt Freise, „eine Million, die man vorher nicht hatte, kann man ja auch nicht verlieren.“

Als neulich ein Konditor aus Hannover bei Jauch Millionär wurde, schaute Freise mal wieder zu. Ein Kandidat, ganz nach dem Geschmack des ersten Millionen-Gewinners: „Er wusste alles, und das Geld war ihm nicht wichtig.“ Die Fragen, fügt der Professor noch hinzu, „waren allerdings nicht sehr schwierig. Ich wusste auch alle Antworten.“

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