Fr., 11.03.2011

Leon braucht Hilfe Spendensammeln für todkranken Jungen

Von Gudrun Niewöhner

Borghorst /Laer - Leon wird sterben, wenn er nicht nach Deutschland kommt. Der zehn Monate alte Junge hat Leukämie. Eine besonders aggressive Form. Im Kosovo haben die Ärzte den Kleinen aufgegeben, sie können ihm nicht helfen.

Leons Onkel Afrim Bujupi ist verzweifelt. Der 39-Jährige lebt seit 20 Jahren in Borghorst, seine Kinder gehen in die Heinrich-Neuy-Schule. Zusammen mit Dr. Reinhard Lülff will er jetzt das Geld zusammenbekommen, damit Leon im Universitätsklinikum Münster (UKM) behandelt werden kann.

Doch die Summe ist riesig: 175 000 Euro. In den vergangenen Tagen hat Lülff bereits verschiedene Quellen angezapft, Kontakt zu „Ein Herz für Kinder“ aufgenommen. 20 000 Euro wird der Verein „Bild hilft“ überweisen. Die Zusage hat Lülff sicher. Aus dem Kosovo kommen noch einmal 30 000 Euro. Trotzdem: 175 000 Euro sind es lange nicht. Und deshalb hoffen Afrim Bujupi und Reinhard Lülff auf weitere Geldspenden.

Geschätzt haben wir keine zwei Monate mehr. Wir schaffen es.

Viel Zeit bleibt nicht. Leon geht es schlecht. „Geschätzt haben wir keine zwei Monate mehr“, sagt Lülff. Afrim Bujupi arbeitet als Estrichleger in der Firma seines Bruders in Laer. Als Lülff von Leons Schicksal hörte, hat es ihn gepackt. Auch, wenn nicht alle Gespräche bislang den erhofften Erfolg hatten, der 45-Jährige bleibt zuversichtlich: „Wir schaffen es.“

Das wünscht sich auch Dr. Kathrin Schepers, beim UKM zuständig für internationales Patientenmanagement. An den Behandlungskosten kann sie allerdings nichts drehen. „Wir gehen davon aus, dass eine Knochenmarktransplantation notwendig sein wird.“ Insgesamt seien 175 000 Euro dafür realistisch: „So viel müsste auch ein in Deutschland gesetzlich Versicherter bezahlen.“ Und daran hat sich das UKM zu orientieren. Ausnahmen kann es nicht geben. Dr. Kathrin Schepers: „Wir haben täglich bis zu zehn Anfragen.“ Da müsse das Klinikum die Kosten im Blick behalten. So schwer es ihr fällt.

Mögliche prominente Unterstützung könnte von Ardian Bujupi kommen. Der 19-jährige DSDS-Kandidat stammt ebenfalls aus dem Kosovo. Ob wegen des gleichen Nachnamens verwandtschaftliche Verbindungen bestehen? Reinhard Lülff wartet auf eine Antwort. Er lässt beim Spendensammeln keine noch so kleine Chance aus. Der Laerer hat Ardians Vater eine E-Mail geschickt, ihm von Leon und seiner schlimmen Erkrankung geschrieben. „Vielleicht kann Ardian auf seiner Facebook-Seite oder sogar bei ,Deutschland sucht den Superstar´ um Spenden bitten?“ Hauptsache, die 175 000 Euro sind zusammen.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/134130?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F594850%2F596019%2F