Do., 12.05.2011

Nachrichten Den „Hasen“ die „Hinterläufe“ gezeigt

Ahlen - Lange überredet werden musste sie nicht. Als Caroline Kemper am Wochenende im Startblock zum Düsseldorfer Metro-Group-Marathon stand, schlugen Trainingskollege Andreas Nieländer und ein weiterer Bekannter ihr vor, zusammen zu laufen. Auf eine Endzeit von 3:10 Stunden wollten sie angehen. Kemper hatte sich das vor wenigen Wochen auch noch vorgenommen, sich aber eigentlich entschieden, wegen der warmen Temperaturen etwas langsamer anzugehen. Doch die Chance auf persönliche „Hasen“ ließ sie trotz der Bedenken nicht verstreichen.

Und so lief sie mit dem Duo mit. Bis zum Halbmarathon war alles im Lot, eine Minute hatten die drei gar herausgelaufen. Und so vernachlässigte Kemper die Zeitenkontrolle. „Ich habe gedacht, die machen das schon“, erzählt sie später. Doch die sonst wesentlich stärkeren Läufer hatten auf der zweiten Hälfte mit sich selbst zu kämpfen. Nieländer verspürte so starke Krämpfe, dass er dem Tempo im letzten Viertel nicht mehr folgen konnte. Sogar Gehpausen musste der erfahrene Athlet einlegen. Bis Kilometer 36 hatte Kemper noch Begleitung, doch ihren zweiten Gefährten verlor sie am Verpflegungsstand.

„Erst ab da habe ich wieder angefangen zu rechnen“, erläutert Kemper, die schnell merkte, dass die 3:10 Stunden noch in Reichweite sind, es aber eng würde. „Da habe ich noch einmal versucht, Dampf zu machen“, sagt Kemper, die schließlich nach 3:11:01 Stunden mit persönlicher Bestzeit das Ziel erreichte. Damit platzierte sie sich als Fünfte der weiblichen Hauptklasse. Nieländer folgte schließlich nach 3:33:38 Stunden. Mit Volker Lembken unterbot ein weiterer Läufer der Spielvereinigung Dolberg die Vier-Stunden-Marke. Nach 3:52:58 Stunden war er im Ziel. Ganz knapp verfehlte der Ahlener Markus Pollmeier diese Zeit. Zwar konnte er auf der zweiten Hälfte noch zulegen, doch am Ende fehlten sechs Sekunden. Nach 4:00:06 Stunden passierte er den Zielstrich.

In einer großen Gruppe waren die übrigen Läufer der Spielvereinigung Dolberg, darunter vier Marathonneulinge, losgelaufen. Bis zum Halbmarathon, den sie in 2:06:44 Stunden passierten, blieben sie größtenteils zusammen. Doch dann machte sich die Wärme bemerkbar. Am längsten konnte sich Tanja Hansmeier-Pälmke dieser widersetzen. Sie finishte nach 4:21:33 Stunden. Thomas Kulik folgte nach 4:36:44 Stunden, Gerhard Knakrick nach 4:37:45 Stunden. Ulrich Schulte passierte das Ziel nach 4:37:49 Stunden. Carmelo Nieddu, der die ersten Probleme bereits bei Kilometer 16 verspürte, kämpfte sich gemeinsam mit Manuela Kemper über die letzten Kilometer. Nach 4:45:37 Stunden (Nieddu) und 4:45:38 Stunden (Kemper) waren sie im Ziel.

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