Gezeichnet durch Akne
Studentin Laura in Münster behandelt - mit Erfolg

Samstag, 04.06.2011, 17:06 Uhr

Münster - Laura ist eine attraktive junge Frau. Heute. Vor fünf Jahren haben viele sie „angestarrt wie ein Monster“. Sagt sie selbst. Getuschel hinter ihrem Rücken, verstohlene Blicke. Die damals 17-Jährige war übersät mit Akne . Pustel an Pustel, dick, eitrig, entzündet - ihr Gesicht war gezeichnet.

Wie man sich fühlt, wenn man so aussieht? „Ganz furchtbar“, sagt die Studentin aus Arnsberg . Schließlich landet sie in Münster, in der Universitäts-Hautklinik. Und ein glücklicher Zufall schickt ihr dort Ursula Piela über den Weg. Die dermatologische Kosmetikerin und Akne-Fachfrau hat schon viel gesehen - in Lauras Fall aber hat auch sie geschluckt. Schnurstracks nimmt sie das Mädchen mit. Und von da an, sagt Laura im Rückblick, „von da an ging es nur noch aufwärts“.

Lauras Geschichte ist ein Beispiel von vielen. Ein Beispiel, bei dem Hautärzte und Ästhetische Dermatologie gefordert sind. Weil die Zahl dieser Fälle steigt, gehen in Münster beide - räumlich - getrennte Wege.

Die Universitäts-Klinik hat diesen Fachbereich ausgelagert - und einen druckfrischen Kooperationsvertrag mit dem Centrum für Ästhetik und Lasermedizin am Aasee geschlossen. Dort hat die Dermatologin Dr. Nadine Peukert die ärztliche Leitung.

Prof. Dr. Thomas Luger nennt einen Grund für diesen Schritt: „Menschen, die Leistungen der Ästhetischen Dermatologie in Anspruch nehmen möchten, die wollen einfach nicht in ein Krankenhaus gehen“, weiß der Direktor der Hautklinik. Und umgekehrt: Menschen mit sehr schweren Hauterkrankungen empfinden diesen Bereich als störend in einer Klinik. Somit war der Auszug beschlossene Sache: An der Annette-Allee hat „Aesthéso“ (Centrum für Ästhetik und Lasermedizin) jetzt sein Domizil.

Laura kommt auch heute noch - in immer größer werdenden Abständen - zur Behandlung. Sie erinnert sich an die Anfänge: „Damals bin ich zweimal wöchentlich von Arnsberg nach Münster gekommen.“ 300 Kilometer Fahrt für eine 45-minütige Behandlung, bei der auch Tränen geflossen sind. „Das war oft schmerzhaft“, erinnert sie sich an das Ausreinigen und medizinische Peeling. Aber Ursula Piela hat nicht nur ein „heilendes Händchen“, wenn es um ihre Akne-Patienten geht. Sie hält auch Händchen, ermutigt zum Durchhalten, gibt Tipps für die Pflege.

Ist die Akne weg, bleiben oft Narben zurück. Dann weiß Dr. Nadine Peukert, wann der richtige Moment ist, die Laser-Therapie zu starten. Auch die ist nicht schmerzfrei. Für Laura kein Grund zurückzuschrecken. „Ich tue das für mich“, sagt sie denjenigen, die finden, sie könne doch jetzt - im Vergleich zu früher - zufrieden sein.

Und so macht sie weiter. Unverdrossen, tapfer - „da geht doch noch was“ - und wohl wissend, dass das Schlimmste längst hinter ihr liegt.

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