So., 11.09.2011

Den Marathon nachgelegt Aus der Schweiz nach Münster gelaufen: Petermann mag´s besonders schwer

Von Jürgen Beckgerd

Münster - Der Mann hat Nerven - oder auch nicht: 22 Tage war der Münsteraner und Wahl-Schweizer Stefan Petermann unterwegs, um rund 920 Kilometer laufend von Biel nach Münster zurückzulegen. Das Jubiläum - 10. Volksbank-Münster-Marathon - nahm der 42-Jährige zum Anlass, sich diese Tortur anzutun.

Am 19. August startete Petermann „zu Ehren des Münster-Marathons“, wie er selbst betonte in der Schweiz und über Basel, Worms, Bonn, Düsseldorf und Datteln nach Münster. Er lief durch große Hitze, mitunter auch nachts, verlief sich und kam doch an. „Ich wollte ja ins Blaue hineinlaufen und wollte auch Leute nach dem Weg fragen müssen“, schilderte Petermann, dass man nicht alle Eventualitäten bei solch einer Distanz planen kann.

Am Freitag erreichte er seine alte Heimstadt, drehte eine lockere Aasee-Runde und stand am Samstag schon wieder seinen Mann im Helferteam der Laufsportfreunde bei der Startnummernausgabe im Gymnasium Paulinum. „Da musste ich neun Stunden lang stehen, da war der Marathon schon angenehmer“, fand Petermann mit einem Augenzwinkern.

Gesagt, getan - gestern legte der Ultra-Ausdauerathlet nach. Und wie: „Klar bin ich etwas verhalten angelaufen, aber dann habe ich den Vier-Stunden-Zugläufer stehenlassen“, schilderte Petermann, der mit einer Bestzeit von 3:14 angereist war und gestern in 3:48:30 Stunden auf Platz 695 kam - und den Lauf genoss: „Ich habe viele Bekannte getroffen, sogar alte Schulkameraden haben mich angesprochen.“ Vor vier Jahren war Petermann in die Schweiz gezogen, und fährt morgen wieder zurück. Vorher wird er aber noch seinen Zahnarzt aufsuchen, „der wohnt nämlich immer noch in Münster“.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/75419?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F594850%2F594892%2F