Mi., 07.09.2011

Jubiläums-Geschenke Gottfried Schäfers läuft 200. Marathon - Stefan Petermann nimmt Anlauf aus der Schweiz

Von Jürgen Beckgerd

Münster - Schade, dass man kein Schleifchen drummachen kann, solche Geburtstagsgeschenke gibt es nicht alle Tage. Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums erweisen zwei ganz besondere Sportler dem Volksbank-Münster-Marathon jedenfalls ihre ganz besondere Reverenz; beide gehören den Laufsportfreunden Münster an und beide legen da nichts Alltägliches auf den imaginären Gabentisch.

Da ist zum einen Gottfried Schäfers , der in und um Münster sicherlich nicht zu Unrecht in die Phalanx der Läufer-Ikonen eingeordnet werden kann. Der mittlerweile 72-Jährige hat aus Anlass des bevorstehenden 10. Marathons Verzicht geübt, der ihm wahrlich schwer gefallen ist. Schäfers hat nämlich seinen vorerst letzten Marathon an Pfingsten absolviert. Und dazu mus an zweierlei wissen.

Erstens läuft der Routinier aus einer ungeheuren Leidenschaft und daher mehrere „lange Läufe“ im Jahr. Eigentlich, denn an Pfingsten war es sein genau 199. Marathon. „Den zweihundertsten habe ich mir extra für das Münster-Jubiläum aufgehoben“, betonte Schäfers. „Nach dem Lauf in Bad Arolsen musste ich mich arg zurückhalten“, betonte Schäfers und wies zugleich auf eine weitere Besonderheit seiner Langlauf-Karriere hin. Seinen 100. Marathon lief er bei der Münster-Premiere im Jahr 2002.

Eine andere Spezies der Extrem-Läufer ist Stefan Petermann , ebenfalls Mitglied der Laufsportfreunde Münster und - im Wortsinn - auf dem besten Weg, sein ganz persönliches Jubiläums„geschenk“ am Sonntag abzugeben. Zurzeit ist Petermann in der Tat noch „auf dem Weg“ in seine Heimatstadt. Und das schon sehr lange. Am 19. August war der 42-Jährige Wahl-Schweizer in Biel/Rhein gestartet, zur „Halbzeit“ war er vergangene Woche bereits in Kesselheim (Koblenz) und wollte in Weißenturm Station machen. Weiter geht´s über den Rheinradweg bis Duisburg (insgesamt etwa 712 Kilometer) und von da aus die Kanalstrecke (etwa 110 Kilometer) von Datteln nach Münster. Pünktlich am 11. September will der Familienvater die rund 920 Kilometer lange gesamte Laufstrecke absolviert haben und freut sich auf den dann folgenden Marathon. „Wahrscheinlich werde ich aber schon am Samstag in Münster sein und bei der Startnummernausgabe helfen“. betonte der Ultra-Langläufer

Nach den ersten Etappen durch den Jura und am Oberrhein entlang litt Petermann noch gewaltig unter Sonnenbrand an den Waden („die sahen aus, wie vom Grill“), wegen der Hitze lief er auch nachts. Doch mittlerweile hat er „alles im Griff“. Gestern war „Bergfest“ und die größten Sorgen bereiten ihm mittlerweile die Strecken durch die Städte. Mitunter sind die topgrafischen Karten nicht straßentauglich. „Am schlimmsten sind Häfen und Bahnhöfe, denn da verlaufe ich mich auch mal.“ Sorgen, dass er den Start in Münster verpasst seien aber unbegründet, beruhigte Petermann.

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