Cine-Lenz

Do., 12.08.2010

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"A-Team": Vier Typen, eine Mission

Die vier Kult-Helden und ihre neuen Gesichter: Face (Bradley Cooper), Murdoch (Sharlto Copley), B.A. (Rampage) und Hannibal (Liam Neeson, v.l.). (Foto: Fox)

„Wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen Sie doch das A-Team!“ So sprach’s der Erzähler zu Beginn jeder Serienfolge, damals in den 80ern. Aber auch wenn sie dann doch nicht zu erreichen waren bei Problemen mit Steuererklärung oder Beziehungen: Zusammen mit Colt Sievers und dem „Trio mit vier Fäusten“ war das A- Team damals der Held des TV-V...


<1>„Wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen Sie doch das A-Team!“ So sprach’s der Erzähler zu Beginn jeder Serienfolge, damals in den 80ern. Aber auch wenn sie dann doch nicht zu erreichen waren bei Problemen mit Steuererklärung oder Beziehungen: Zusammen mit Colt Sievers und dem „Trio mit vier Fäusten“ war das A-Team damals der Held des TV-Vorabendprogramms. Jetzt kommt der Kinofilm. Das konnte ja nicht schiefgehen, mit dieser Besetzung – oder?

Face:

Face“ ist der Dandy des A-Teams, und der flache Schönling Dirk Benedict aus der ursprünglichen „Kampfstern Galactica“-Serie war dafür damals eine Idealbesetzung. Jetzt spielt Bradley Cooper den Hochstapler, auch ein Frauenschwarm, serienerfahren („Alias“) und durch einschlägige Referenzfilme („Hangover“, „Valentinstag“) im Komödienfach versiert. Seichter als Benedict spielt er jedenfalls nicht.

Murdorch:

Den von Wahnvorstellungen geplagten Psycho-Piloten Murdoch spielte früher das TV-Gesicht Dwight Schultz. Jetzt trägt Sharlto Copley die Baseballkappe, der Südafriker, der letztes Jahr mit „District 9“ urplötzlich berühmt wurde. Nun verwaltet er amerikanische Seriennostalgie – nicht schlecht. Original-Murdoch Schultz und Ex-Face Benedict sind dagegen mies gelaunt: Ihre Kurzauftritte im Film sind viel kürzer als versprochen. „Das hätten wir uns sparen können“, maulten sie. Für ähnlich Enttäuschte geistert immerhin noch Jessica Biel durch diese Neuauflage – eine größere Frauenrolle gab es in der ganzen Serie nicht.

Hannibal:

Liam Neeson erledigt seinen Job eganz gut. Der renommierte Star-Mime, der sich zuletzt zwischen Action („96 Hours“) und Drama („Chloe“) austobte, hat schließlich die undankbare Aufgabe, den zigarreschmauchenden Grinsecharme von George Peppard vergessen zu machen. Jener weißhaarige Mime, bekannt geworden als junger Mann in der Schriftsteller-Rolle von „Frühstück bei Tiffany“, hatte das verwandlungswütige Schlitzohr Hannibal (unbescheiden benannt nach dem Feldherrn) in der Serie gespielt. Neeson ist schlanker, wirkt trotzdem behäbiger als Peppard – macht aber in zwei Stunden einen ziemlich griffigen Charakter aus der Schießbudenfigur. Peppard hatte 98 Folgen Zeit dafür.

B.A.:

Was nach „Bachelor of Arts“ klingt, meint eigentlich „Bad Attitude“. Weil den so abgekürzten Tüftler und Mann fürs Grobe einst ein taffer Wrestler spielte (Mr. T, der Stallone-Gegner aus „Rocky III“), besetzten sie für den Kinofilm wieder einen taffen Wrestler: Rampage. Doch wo Mr. T einen stolzen Irokesenschnitt zur Schau stellte, trägt Schauspielanfänger Rampage nur . . . nun, so etwas wie eine abgeschwächte Form eines Irokesenschnittes. Die 80er sind eben längst vergangen. Auch der Vietnamkrieg als Story-Hintergrund wurde schließlich getilgt. Jetzt spielen ein paar Szenen immerhin im Irakkrieg.


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