Do., 02.05.2013

„Passion“ Psychothriller mit Erotik-Touch

Ein Kuss für die Freundin? Nein, Karrierefrau Isabelle (Noomi Rapace, r.) will ihre Assistentin Christine (Rachel McAdams) auch erotisch demütigen.

Ein Kuss für die Freundin? Nein, Karrierefrau Isabelle (Noomi Rapace, r.) will ihre Assistentin Christine (Rachel McAdams) auch erotisch demütigen. Foto: dpa

Wem die Story bekannt vorkommt, der liegt richtig, da es sich bei Brian De Palmas „Passion“ um das amerikanische Remake des französischen Psychothrillers „Liebe und Intrigen“ (2010, mit Ludivine Sagnier und Kristen Scott-Thomas) handelt. Ihre Rollen übernehmen jeweils Noomi Rapace (Lisbeth Salander aus der schwedischen „Millenium“-Trilogie) und Rachel McAdams (zuletzt in Woody Allens „Midnight in Paris“).

Von Hans Gerhold

Werbeagentur-Assistentin Christine (McAdams) legt sich mächtig ins Zeug, um mit der brillanten Idee für eine neue Kampagne die Werbekunden zu beeindrucken und Karriere zu machen. In ihrer Naivität hat sie nicht mit ihrer eleganten Chefin Isabelle (Rapace) gerechnet, die ihr die Idee klaut und als die eigene ausgibt.

Dabei setzt Isabelle alle verfügbaren Waffen ein, um die ihr ergebene Christine zu manipulieren und zu verführen, eindeutige erotische Avancen inbegriffen. Was sich aus dem Spiel um Ehrgeiz, Liebe, Vertrauen und Lüge ergibt, hat Altmeister De Palma (zuletzt „Die schwarze Dahlie“) fast wie im Original umgesetzt und mit den für ihn typischen langen schwebenden Kameraeinstellungen aufgenommen.

Mehr Infos

Trailer, Bilder und Infos, wann und wo der Film läuft, gibt es hier.

Das macht aus „Passion“ zu großen Teilen ein Kammerspiel, das auch Konsequenz des niedrigen Budgets sein könnte, mit dem der in Berlin gedrehte Thriller auskommen muss. Da macht De Palma aus der Not eine Tugend und stellt mit einigen Szenen infrage, was real und was fantasiert sein könnte.

Real ist die spöttische Satire auf Werbekampagnen und die gnadenlose Auslöschung von Konkurrenten. Aber am besten funktioniert die Ebene erotischer Verführung, wenn werben, enthüllen und verschleiern nicht eindeutig zu unterscheiden sind. Was mit Schauspielerinnen wie Rapace und McAdams ein schöner Balanceakt ist.

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