Di., 01.08.2017

Startups in Münster Regionale Gründer-Szene nimmt Fahrt auf

Startups in Münster : Regionale Gründer-Szene nimmt Fahrt auf

Foto: pixabay.com LudgerA (Hafen Münster)

Die NRW-Stadt Münster ist mit rund 310.000 Einwohnern gegenüber Metropolen wie Hamburg oder Köln zwar relativ klein, doch in Sachen Gründergeist scheint hier einiges im Wandel. Die Startup-Szene in der kreisfreien Stadt wächst rasant und bringt vielversprechende Unternehmen hervor.

Während Großstädte wie Dresden, Stuttgart und Karlsruhe in Sachen Existenzgründungen eine geringere Rolle spielen, legt der Norden an Bedeutung zu. Insbesondere junge Technologieunternehmen lassen sich immer häufiger dort nieder. Zwar ist derzeit Hamburg  an der Spitze eines Städterankings für Startups, aber Münster holt auf. FinanceScout24 hat die Ergebnisse einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) zusammengefasst. Unter anderem heißt es im entsprechenden Artikel: „Nach Hamburg, das vor allem als Medien- und Handelsknoten bekannt ist, liegen Berlin und Frankfurt vorn, das Mittelfeld ist von München, Köln und Düsseldorf belegt.“ Münster macht neben den Großstädten deshalb auf sich aufmerksam, weil sich hierzulande eine kleine, aber feine Startup-Szene entwickelt hat, die unter anderem auf die hervorragende Ausbildung an der Universität zurückzuführen ist. In Sachen Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaftsinformatik und Informatik ist Münster bestens aufgestellt. Aufgrund der guten Standortbedingungen ist es naheliegend, dass sich kreative Köpfe mit frischen Ideen für die Digitalbranche vor Ort niederlassen.

In einem Interview verkündete der Mitgründer des Startups Berioo – ebenfalls aus Münster - deshalb auch: „Die Startup-Szene in Münster ist noch klein, wächst aber schnell.“ Die Stadt biete ein lebenswertes Rundum-Paket. Gegenüber dem Onlineportal deutsche-startups.de fügt Berioo-Mitgründer David von Papen passend hinzu, dass Münster als Hochschulstandort aus mehreren Gründen für Startups prädestiniert sei. Neben zahlreichen Kooperationsangeboten für Entwicklung und Forschung nennt er eine lockere Atmosphäre in der Gründerszene sowie den engen Austausch als vorteilhafte Standortfaktoren. Auch eine gute Ruhrgebiet-Anbindung sowie die „geografisch exponierte Lage als Westfalen-Metropole“ hebt der Gründer hervor. Sein junges Unternehmen beschäftigt sich mit Superfoods und verkauft Drinks sowie Snacks in Bio-Qualität.

Tapdo, Flaschenpost und Co.

Neben Berioo gehören Tapdo, Flaschenpost und Lieblingskapital zu den bekanntesten Münster Startups. Hinter dem Projekt Tapdo steht eine smarte Software, eine Fingerabdruck-Technologie. Mit Hilfe des von  Manuel Prätorius, Markus Sudhoff und Ulrich Burgbacher entwickelten Systems soll die Hand zur einer One-Touch-Steuerung avancieren und es erlauben Geräte und angeschlossene Anwendungen zu kontrollieren. Nicht nur die Automobilbranche und Smartwatches haben die Gründer im Blick. Auch in Sachen Hilfe für behinderte Menschen und Augmented sowie Virtual Reality sieht das Trio Potenzial.

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Flaschenpost  expandierte erst nach Köln – ein Schritt, der schon lange angekündigt war. Das Liefer-Startup will Getränke in einem Zeitfenster von nur zwei Stunden bis zur Haustür bringen. Nach dem das Konzept im Heimatstandort Münster Erfolg hatte, startete Gründer Dieter Büchl mit 180 Fahrzeugen in Köln durch. Gründerszene hat die Getränkebestellung per Mausklick getestet und als gut befunden. Der Erfolg spiegelt sich auch in einer Vielzahl Investoren wieder. Lieblingskapital macht als Plattform für Sachwerte hingegen das Kaufen und Verkaufen von Wein, Uhren und Diamanten möglich. Finn Schönefeldt gründete das Unternehmen im Alter von 19 Jahren. Seit 2014 können seine Kunden Geld in Sachwerte anlegen. Das Startup ist für die Verwaltung des Portfolios zuständig.

Digital Hub münsterLAND

Das vom münsterLAND.digital e.V. ins Leben gerufene Projekt Digital Hub münsterLAND soll die digitale Wirtschaft fördern, indem Unternehmen, Institutionen, Verbände, Startups und Wissenschaft vernetzt werden. Im Rahmen der Eröffnung des neuen Büros von Digital Hub münsterLAND im Hafen von Münster ( wir berichteten) bestätigte der Beauftragte der Landesregierung für digitale Wirtschaft Prof. Dr. Tobias Kollmann, dass Münster über einen starken Mittelstand verfüge und einen guten Standort für die IT-Szene darstellt. Mit dem Hub sollen Startups und Industrie zusammengebracht werden, Vernetzung sei elementar.

Die positiven Standortbedingungen und Intensivierung der Branchenvernetzung dürften auch in Zukunft weitere Startups nach Münster anlocken. Entwickelt sich die hiesige Gründerszene weiterhin derart schnell, gelingt vielleicht sogar der Sprung in die Top-Städte für Startups.

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