Das sind die Fashion Trends 2015
Die sanften Seiten der Sommermode

Der ganz große Trend. Den kann die Mode schon lange nicht mehr bieten. Neuigkeiten bietet die Mode natürlich trotzdem. Personal Shopperin Stephanie Zarnic beurteilt das, was nun für SIE und IHN in den Handel kommt. Wir haben sie getroffen und sie zu den aktuellen Trends befragt.

Sonntag, 01.03.2015, 16:03 Uhr

Modetrends für den Sommer. Foto: Liebeskind/dpa
Modetrends für den Sommer: Ein bisschen Military und immer wieder Safari. Foto: Liebeskind/dpa

Eigentlich sollte man eine Frau wie Stephanie Zarnic nicht um eine Beurteilung neuer Trends bitten. Denn die gibt es im Grunde gar nicht mehr. „Wirklich neu ist heutzutage nichts“, sagt die Personal Shopperin aus Berlin . Alles war zu einem anderen Zeitpunkt schon zu sehen in einer globalisierten Welt, in der es Messen und Modestandorten wie New York , Mailand, Paris und Berlin schon lange nicht mehr gelingt, den einen und ganz neuen saisonalen Trend vorzustellen.

Mode entsteht immer häufiger auf der Straße, wird immer mehr personalisiert. Und die ganz jungen Menschen erreicht das, was Designer als neues Zeitgefühl bezeichnen, schon lange nicht mehr. „Die haben ihre Uniform“, meint die Modekennerin. Eine Uniform, die bei den Mädchen schon seit einiger Zeit glattes langes Haar vorsieht, Beine, die in hautengen Skinny-Jeans stecken, und camelfarbene Boots.

Das trägt Mann und Frau im Sommer 2015

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  • Grau könnte Modefarbe in dieser Saison werden.

    Foto: Otto
  • Safari mit ausgefallenen Mustern

    Foto: Gelco
  • Blumenmuster werden im Sommer wieder zu sehen sein.

    Foto: Michael Kors
  • Palazzohosen nennen sich die weit geschnittenen Hosen.

    Foto: Mango
  • Sakkos passen zu jedem Anlass.

    Foto: Marc O'Polo
  • Geschmackssache: Shorts zum Sakko.

    Foto: Alberto
  • Blau: Die Sommerfarbe gibt es in jeder Nuance.

    Foto: Boss
  • Alles ist möglich: Männer werden farbenbewusster.

    Foto: Sieger
  • Dem Trend zu weiblichen Formen, der die Mode in Form von Wickelkleidern oder Kaftanen prägt, tragen auch die Gürtel Rechnung. Sie formen eine schmale Taille. „Sie sind oft echte Hingucker aus metallicfarbenem Leder und mit Strass oder Nieten besetzt“, sagt die Styling-Ratgeberin Inka Müller-Winkelmann aus Schildow. Einige der Modelle erinnern an die sogenannten Obi-Gürtel, die in Japan traditionell zum Kimono getragen werden. Bei solch auffallenden Stücken kommt es auf die Figur an: „Frauen mit X- oder Y-Form stehen diese Varianten besonders gut“, sagt die Stilberaterin.

    Foto: Sisley
  • Ein echter Blickfang sind die großen Panzerketten, die zu den tiefen Dekolletés passen, die Designer modebewussten Frauen in der kommenden Saison empfehlen. Da viele dieser Ketten kurz sind, sollte man sich genau anschauen, wie ein solches Stück um den Hals wirkt – „bevor jeder denkt, man trage ein Hundehalsband“, betont Styling-Ratgeberin Inka Müller-Winkelmann. „Das Revival der Panzerketten verlangt einen strengen Blick auf die Stoffe“, ergänzt die Stilberaterin Katharina Starlay aus Wiesbaden. „Stylish wirken sie in Kombination mit fließenden, soften Geweben. Zu Grobstrick oder einem derben Denim sehe ich sie nicht.“

    Foto: Christ
  • Immer wieder spannend ist der Blick auf die neuen Handtaschen – immerhin gehören sie zu den Accessoires, auf die fast keine Frau verzichten möchte. „Bei diesem Thema wird viel auf Klassiker gesetzt“, sagt die Styling-Ratgeberin Inka Müller-Winkelmann. „Die bewährten Shopper bleiben ebenso im Trend wie Clutches oder Beutel, auch mit Fransen.“ Getragen werden die Taschen an langen Riemen oder, ganz elegant, an Griffen. Neben diesen klassischen Formen werden aber auch neue Ideen probiert: So sah man auf den internationalen Laufstegen vielfach runde Taschen.

    Foto: Picard

Einige modische Themen kristallisieren sich dennoch heraus. Etwa der „Military-Look“. „Der lässt sich schon in die erste Frühlingslaune adaptieren. Einfach das Fell aus dem Parka nehmen und darunter eine schöne Seidenbluse tragen“, empfiehlt Stephanie Zarnic. Ganz einfach umsetzbar ist der Military-Look jedoch nicht. „Er wird manchmal missverstanden und wirkt übertrieben hart. Bei Military-Kleidung sollte man sich zurückhaltend bedienen und einen Gegensatz finden, der Weichheit erzeugt.“ Zur Tarnfarbenhose also besser keine derben Schuhe, sondern sommerliche Sandalen tragen. Als Ganzkörper-Look passt er mit seinen kastigen Schnitten und großen Knöpfen nur zu androgyn wirkenden Frauen.

Safari ist gleichfalls ein großes und immer wieder zurückkehrendes Sommerthema. Stephanie Zarnic findet, dass es jeder Frau mit seiner schmeichelnden Farbpalette zwischen Elfenbein, Khaki und Dunkelbraun steht. Besonders gut gefallen ihr die häufig zu sehenden weiten Seidenröcke, die in der Taille durch Ledergürtel betont werden. Kleine Frauen sollten von großflächigen Prints Abstand nehmen und sich stattdessen für florale Muster entscheiden. „Diese Prints muss man natürlich mögen, um sie zu tragen. Und man sollte sie gezielt und pointiert einsetzen, um sie alltagstauglich zu machen, damit sie nicht furchtbar ins Auge stechen.“

Die Fashion Trends 2015 für die Frau

Insgesamt beobachtet die Modeexpertin, dass die Schnitte wieder weiter werden und nennt die zurückgekehrten Bermudas als Beispiel für diese Entwicklung. „Das provokante Viel-Bein-Zeigen verabschiedet sich allmählich. Stattdessen wird die Taille wieder stärker betont.“ Dies geschieht durch die Rückkehr der auf Taille geschnittenen Hosen, darunter in diesem Sommer viele weit und weich fallende Palazzohosen.

Und die Farben? „Die Neon-Phase ist beendet“, sagt Stephanie Zarnic. Zu sehen sind stattdessen viele Grau- und – wir sprechen schließlich über den Sommer – Weißtöne. „Auch Schwarz ist ein großes Thema.“ Der Modeberaterin fallen dabei besonders strenge Schnittführungen auf, „die asiatisch anmuten. Der Kimono setzt sich weiter durch“. Viele Farben orientieren sich an Sorbettönen, die so pudrig eingesetzt werden, dass sie weich und feminin bleiben. Denn das – immerhin dies ist mit Gewissheit zu sagen – bleibt ein großer Trend.

Individuell und bloß nicht spießig

Es wird Zeit für ein klares Kompliment: „Der Mann entwickelt sich modisch immer weiter“, findet Personal Shopperin Stephanie Zarnic. Auch er setzt verstärkt auf einen individuellen Auftritt, spielt immer geschickter mit Farben als gut eingesetzte Hingucker und mixt zunehmend fantasievoller einen sportlichen Stil mit Eleganz. Im Übrigen: „Es gibt – zumindest in den Großstädten – immer weniger Firmen, die auf einen formellen Anzug bestehen.“ Das lässt ganz neue modische Aussagen zu.

Die Fashion Trends 2015 für den Mann

Auffällig ist das ganz besonders beim Sakko, das mittlerweile zu jeder Gelegenheit passt – zum Beruf ebenso wie zur Freizeit. Wichtig dabei ist der figurnahe Schnitt, der, wie Stephanie Zarnic findet, „Männern gut steht und viele Möglichkeiten einräumt“. Zum Sakko kann alles kombiniert werden – die Jeans, die schmal geschnittene Cargohose und – wenn es ganz modisch sein soll im Sommer – auch die Bermuda-Hose. Gefragt sind auch schmale Hosenformen, die etwas kürzer geschnitten sind oder lässig hochgekrempelt werden können.

Genauso wie in der Damenmode beruhigt sich auch im Segment für den modischen Mann das Spiel mit der Farbe. Farbtupfer bleiben als Akzentsetzer gefragt, sie wirken insgesamt jedoch natürlicher. Blautöne beispielsweise finden sich in der Männermode in allen Nuancen – vom fast weiß wirkenden Ton  bis zum satten Blau. Gut passen dazu immer Weiß und auch Tabaktöne. Und wenn all das dann so kombiniert wird, dass immer auch Ansätze aus der Sport- in die Alltagsmode kommen – dann macht der trendbewusste Mann alles richtig.

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