Do., 08.11.2012

Sind Lithium-Ionen-Akkus gefährlich? Sind Akkus im Alltag gefährlich

Sind Lithium-Ionen-Akkus gefährlich? : Sind Akkus im Alltag gefährlich

Die meisten Menschen haben vor einem elektrischen Schlag aus der Steckdose mehr Angst, als vor einem Akku im Laptop, Handy oder in einer Werkzeugmaschine wie Bohrmaschine oder Akku-Schrauber.
Der Schein trügt, denn immerhin hat die amerikanische Verbraucherschutzkommission seit dem Jahre 2003 rund 340 Fälle registriert, bei denen sich die Lithium und Lithium-Ionen-Akkus in Wohlgefallen auflösten, anfingen zu qualmen, oder noch schlimmer sogar explodierten. Nahezu alle Flugpassagiere im Bereich Business haben auf dem Flug ihr Laptop oder Notebook mit an Bord.

Alleine in den letzten zwei Jahren kam es auf Flügen sechs Mal zu einem Fehlverhalten der Akkus in derartigen Geräten. Hier halfen nur noch die Feuerlöscher der Flugbegleiter. Vor ein paar Jahren rief der größte Computerhersteller Dell 4,1 Millionen Laptops zurück. Der Grund war ein Fabrikationsfehler vom Lieferanten Sony. Es bestand die Gefahr, dass die eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus überhitzen und in Brand geraten.
Sind Lithium-Ionen-Akkus gefährlich?
Auf jeden Fall raten Experten zu einem achtsamen Umgang mit derartigen Stromspeichern und vor allem auch Billig-Akkus. Allerdings hält sich die Auswirkung in Grenzen.
So jedenfalls beurteilt es ein Mitarbeiter aus dem Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschungscenter in Baden-Württemberg. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Handy-Akku Feuer fängt, sei sehr gering. Sollte es dennoch einmal zu einer derartigen Situation kommen, entspricht die Explosion in Verbindung mit der daraus folgenden Wucht, nicht wesentlich mehr als ein kleiner Silvesterknaller.
Was macht die Akkus so sicher?
Im Regelfall sind die Akkus mit einer Sollbruchstelle ausgerüstet. Sollte hier einmal die Temperatur im Inneren des Akkus zu hoch werden, sorgt die Sollbruchstelle für ein Aufreißen des Akkus, bevor dieser explodieren kann. Daher ist eine Explosion bei Akkus mit einer Sollbruchstelle unwahrscheinlich. Dennoch können auch ohne Explosion Gase oder Flüssigkeiten aus dem Akku treten und Feuer fangen oder ätzend wirken.
Sollte man bei den Akkus dennoch Vorsicht walten lassen?
Nach dem Motto: "Vorbeugen ist besser als heilen" sollte man mit Lithium-Ionen-Akkus auf jeden Fall sorgsam umgehen. Begründet wird die Tatsache dadurch, dass die Hersteller gewillt sind, auf immer kleinerem Raum so viel Energie, wie möglich zu speichern. Damit sich die geballte Energie nicht unliebsam entfalten kann, werden von den Herstellern unterschiedliche Schutzmechanismen in den Akku eingebaut. Damit hier die Funktion nicht ausgehebelt wird, ist es ratsam, einige Regeln beim Gebrauch der Akkus zu befolgen.
Welche Vorsichtsmaßnahmen sind wichtig?
Zwar sagt die Werbung: "Geiz ist geil", aber im Handling mit Akkus jeglicher Art, für Handys, Laptops, Akku-Maschinen und sonstige Akkus betriebenen Geräte, gilt diese Werbung nicht. Sie kann sogar gefährlich sein. Das gilt auf jeden Fall für Billig-Akkus und Ladegeräte. Beides muss aufeinander abgestimmt und mit verschiedenen Schutzmechanismen versehen sein. Man sollte immer darauf achten, dass die Geräte keiner hohen Temperatur ausgesetzt sind, wie zum Beispiel in der Nähe einer Herdplatte oder einem Bügeleisen und sonstigen Hitze erzeugenden Geräten. Die Akku-Geräte wie Akku-Schrauber oder Smartphone, um nur einige zu nennen, dürfen auch nicht nass werden. Selbst nach einer vermeintlichen Trocknung können Einzelteile im Akku korrodieren und zu einem Risiko werden.
Sind Billig-Akkus gefährlicher als Marken-Akkus?
Nicht nur das die so genannten Billig-Akkus im wesentlich günstiger sind, sind sie auch nicht ganz ungefährlich, gerade bei den Produkten aus Fernost zeigen die Akkus oft Schwächen bei Kapazität und Lebensdauer. Sie sind häufig schlampig verarbeitet und neigen wesentlich leichter zu einer Brandgefahr oder sogar Explosion. Noch schlimmer gestaltet sich der Kapazitätsverlust bei Akku-Maschinen, welche täglich im Dauereinsatz benötigt werden. Da ist ein sicherer, dauerhaft kräftiger Akku sehr wichtig. Gerade bei nachgemachten Akkus für Werkzeuge sollte man immer darauf achten, dass der Akku zumindest mit einem Kurzschlussschutz ausgestattet ist. Ein schlechter Akku kann nicht nur das Handy, Smartphone, Laptop oder Tablet beschädigen, sondern auch zu schweren Verletzungen führen.

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