So., 17.05.2015

Kommentar: Das leidige Gezerre um Münsterland e.V. Possenspieler

Am Ende also alles gut? Mit Blick auf das Ergebnis mag das stimmen. Ein Nachgeschmack bleibt, weil der Auslöser für die Strukturreform der regionalen Management-Agentur Münsterland e.V. unrühmlich ist. Drei Einwände.

Von Elmar Ries

► Münsters SPD , Grüne und FDP haben die Region in Geiselhaft genommen, indem sie ihre Mitarbeit beim regionalen Vermarkter aufzukündigen drohten, weil sie in dessen Aufsichtsrat keine Rolle spielten. Das nennt man Erpressung. Damit haben sie billigend in Kauf genommen, dass das Münsterland im Wettstreit der Regionen geschwächt wird.

► Die politisch Verantwortlichen in der Region trifft ein doppelter Vorwurf: Alle demokratischen Parteien müssen bei der Gestaltung, Positionierung und Vermarktung ihres Raumes natürlich mitreden. Folglich hätten SPD, Grüne und FDP von vornherein Sitz und Stimme im Aufsichtsrat von Münsterland e.V. bekommen müssen. Dass sie sich dies erzwingen mussten, ist eine peinliche Posse.

► Andersherum gilt: Dass sich die Repräsentanten ei­ner großen Region von den Mehrheitsfraktionen ihres Oberzentrums am Nasenring durch die Arena ziehen lassen, ist bitter. Es offenbart zudem die Bedeutung, die das Münsterland für viele Verantwortliche in Münster spielt. Der viel beschworene und stets besungene Konsensgedanke steht offenbar nur so lange über allem, wie er keine Einzelinteressen stört.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3261603?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F