Do., 10.09.2015

Kommentar: Angriff auf die Toleranz Schuss auf die Synagoge

Gemeindevorsteher Sharon Fehr vor der durch einen Gewehrschuss zerstörten Fensterscheibe des Festsaals der jüdischen Gemeinde. Foto: Völker

Gemeindevorsteher Sharon Fehr vor der durch einen Gewehrschuss zerstörten Fensterscheibe des Festsaals der jüdischen Gemeinde. Foto: Karin Völker

Das ist nicht Münster, sagt Sharon Fehr, der Vorsteher der jüdischen Gemeinde, zu dem Anschlag auf das Gemeindezentrum. Das stimmt leider nicht ganz. Ein Kommentar.

Von Karin Völker

Diese feige, hinterhältige Tat, die allem Anschein nach nicht nur jüdischen Menschen in Münster , sondern auch all jene verunsichern will, denen an einer vielfältigen, toleranten Gesellschaft gelegen ist, ist in Münster geschehen – eben darum auch Teil dieser Stadt.

Einschussloch im Fenster des neuen Festsaals

Unbekannter schießt auf Synagoge

Dieser – neuerliche – Angriff auf die Synagoge zeigt, dass 70 Jahre nach dem Ende der Nazi- Schreckensherrschaft und des Holocaust der Antisemitismus auch mitten in Münster keineswegs ein Gespenst der Vergangenheit ist.

Es ist darum richtig und wichtig, der jüdischen Gemeinde in breiter Front beizustehen und dem jüdischen Leben in Münster Sympathie und Beistand zu versichern. Das macht den Schuss auf die Synagoge nicht ungeschehen. So kann er aber nicht das friedliche Miteinander der Religionen in Münster treffen.

Nach dem Angriff auf die Synagoge

„Daffke“ – jetzt erst recht

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