Kommentar zur Sicherheit im Bahnhofsviertel
Gefährliche Lage

Ein Hotelier hat die Nase voll: Sachbeschädigung, Dreck, Überfälle vor seiner Tür. Der Mann fühlt sich alleingelassen – und damit ist er seit Langem nicht der Einzige auf der Windthorststraße. Die Unzufriedenheit mit der Sicherheitslage im Bahnhofsviertel ist spürbar; inzwischen ist auf der Straße vereinzelt sogar der Ruf nach einer Bürgerwehr zu vernehmen. Die Situation droht damit aus dem Ruder zu laufen.

Mittwoch, 11.01.2017, 14:01 Uhr

Unabhängig davon, ob man die Einschätzung von Münsters Polizeipräsident teilt, dass es keinen „konkreten Kriminalitätsschwerpunkt“ in dem Viertel geben soll, besteht gleichwohl dringender Handlungsbedarf: Großstadt hin, Bahnhofsviertel her – wenn bei verunsicherten Anwohnern das Gefühl überwiegt, dass ihre Sorgen und Nöte von Stadtverwaltung und Polizei nicht ausreichend ernst genommen werden, erodiert das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit staatlicher Organe.

Deshalb braucht es keine ideologiebehafteten Sicherheitsdebatten, sondern konkrete Taten, um das Viertel wieder sicherer zu machen.    Dirk Anger

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