Mi., 19.04.2017

Kommentar Anfang vom Ende: Blitz-Marathon ohne den Initiator

Kommentar : Anfang vom Ende: Blitz-Marathon ohne den Initiator

Foto: dpa

Düsseldorf - 

Da wird Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger zum tapferen Schneiderlein. Zwar schafft er nicht gleich sieben auf einen Streich. Aber zwei, drei Ziele hat er mit der Absage des Blitz-Marathons allemal im Visier.

Von Uwe Gebauer

Da wird belegt, wie lästig die AfD ist, rund um deren Parteitag man gleich 4000 Beamte einsetzen muss. Da wird im gleichen Atemzug nachdrücklich gezeigt, dass die Polizei bis ans Äußerste belastet ist. Mit viel Zustimmung kann Jäger in beiden Fällen – zu Recht – rechnen.

Dabei dürfte ihm das dritte Ziel seiner Absage wohl viel wichtiger sein: den Blitz-Marathon, den er selbst im Jahre 2012 initiiert hatte, zu Grabe zu tragen. Denn der kostet in der Tat enorm viele Ressourcen. Und bringt nur eine bescheidene Wirkung zu Tage. Ein strahlender PR-Erfolg ist die Massenkontrolle bei der x-ten Wiederholung ohnehin nicht mehr.

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Statt für einen Tag mit immensem Aufwand Gehorsam zu erzwingen, sollten die Ordnungshüter lieber rund ums Jahr die echten Gefahrenstellen entschärfen. Und vor allem danach trachten, bei den Verkehrsteilnehmern Einsicht in die Sinnhaftigkeit von regelkonformem Handeln zu erzeugen. Davon würden alle profitieren – zum guten Schluss auch die wirklich stark belasteten Beamten.

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