Di., 26.09.2017

Protest geht auch anders Schlechtes Abschneiden der AfD in Münster

Screenshot Google Maps

Außen schwarz, innen bunte Flecken: Das Zweitstimmenergebnis aus Münsters Wahllokalen. Die interaktive Karte finden Sie unten im Text. Foto: Screenshot Google Maps

Münster - 

Münster ist ein schlechtes Pflaster für Radikale und Extremisten. Diese Erfahrung macht aktuell die AfD. Bundesweit haben die Rechtspopulisten bei der Bundestagswahl nirgendwo so schlecht abgeschnitten wie in der Stadt, in der einst Kardinal von Galen wirkte. Ein Kommentar zum Thema:

Von Klaus Baumeister

Man kann dieses Phänomen damit abtun, dass es auf der vermeintlichen Insel der Seligen keine Probleme und auch keine Protestwähler gibt. Aber das ist Quatsch. Denn die Münsteraner haben sehr wohl CDU und SPD abgestraft – so wie in der ganzen Republik.

Politische Vernunft

Doch die „verwaisten“ Stimmen sind nicht bei der AfD gelandet, sondern wurden auf andere Parteien verteilt. Der größte Wahlgewinner in Münster war am Sonntag die FDP mit 6,7 Prozentpunkten mehr, während die bundesweite Dauerdebatte über die AfD den Populisten gerade einmal zwei Prozentpunkte mehr bescherte. Auf so viel politische Vernunft darf man durchaus stolz sein.

 

Fotostrecke: Wahlergebnisse im Münsterland

 

In unserer interaktiven Karte können Sie sehen, wie in Ihrem Wahllokal abgestimmt wurde und wo die Hochburgen der sechs großen Parteien in der Stadt sind:

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