Protest geht auch anders
Schlechtes Abschneiden der AfD in Münster

Münster -

Münster ist ein schlechtes Pflaster für Radikale und Extremisten. Diese Erfahrung macht aktuell die AfD. Bundesweit haben die Rechtspopulisten bei der Bundestagswahl nirgendwo so schlecht abgeschnitten wie in der Stadt, in der einst Kardinal von Galen wirkte. Ein Kommentar zum Thema:

Dienstag, 26.09.2017, 14:09 Uhr

Screenshot Google Maps
Außen schwarz, innen bunte Flecken: Das Zweitstimmenergebnis aus Münsters Wahllokalen. Die interaktive Karte finden Sie unten im Text. Foto: Screenshot Google Maps

Man kann dieses Phänomen damit abtun, dass es auf der vermeintlichen Insel der Seligen keine Probleme und auch keine Protestwähler gibt. Aber das ist Quatsch. Denn die Münsteraner haben sehr wohl CDU und SPD abgestraft – so wie in der ganzen Republik.

Politische Vernunft

Doch die „verwaisten“ Stimmen sind nicht bei der AfD gelandet, sondern wurden auf andere Parteien verteilt. Der größte Wahlgewinner in Münster war am Sonntag die FDP mit 6,7 Prozentpunkten mehr, während die bundesweite Dauerdebatte über die AfD den Populisten gerade einmal zwei Prozentpunkte mehr bescherte. Auf so viel politische Vernunft darf man durchaus stolz sein.

 

Wahlergebnisse im Münsterland

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  • Wie wählt das Münsterland? Die Ergebnisse im schnellen Überblick:

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Bei den Zweitstimmen liegt die CDU in allen sechs Münsterland-Kreisen vorne.

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Ebenso lief es bei den Erststimmen: Das Duell um das Direktmandat im Wahlkreis Steinfurt I - Borken I entschied Jens Spahn für sich.

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Im Wahlkreis Borken II holte Johannes Röring das Direktmandat mit 52,3 % der Erststimmen.

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Auch Marc Henrichmann bekam über die Hälfte der Erststimmen (51,6%). Im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II ließ er SPD-Konkurrent Ulrich Hampel deutlich hinter sich.

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Stärkster Direktkandidat der SPD im Münsterland war Jürgen Coße, der im Wahlkreis Steinfurt III auf 30,3 % kam. An Anja Karliczek (44,8 %) kam er aber nicht heran.

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Das knappste Rennen im Münsterland war so eng nicht: In Münster lag Robert von Olberg (SPD) bei der Stimmauszählung zwischenzeitlich sogar einmal vor Sybille Benning. Letztlich lag die CDU-Kandidatin (37,2 %) aber über acht Prozentpunkte vorne (SPD: 28,9 %).

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Im Kreis Warendorf sicherte sich Reinhold Sendker (CDU) das Direktmandat mit 46,4 % der Erststimmen, SPD-Kandidat Bernhard Daldrup wird aber über die Landesliste in den Bundestag einziehen.

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Das Erststimmen-Ergebnis aus dem Münsterland noch einmal im Überblick.

    Foto: Lisa Stetzkamp

 

In unserer interaktiven Karte können Sie sehen, wie in Ihrem Wahllokal abgestimmt wurde und wo die Hochburgen der sechs großen Parteien in der Stadt sind:

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