Do., 07.12.2017

Kommentar Umstrittener Aufsichtsratschef: Debakel für Joksch und Grüne

Mit diesem Rechtsgutachten hat es nun auch der in Teilen zögerliche Stadtwerke-Aufsichtsrat schwarz auf weiß: Der Chef des Kontrollgremiums, Gerhard Joksch, steht in einem Interessenkonflikt. Das hatte der Grünen-Politiker und Bürgermeister bislang für sich nicht so sehen wollen – und bis dato offenbar auch einen Rücktritt ausgeschlossen. Er klammerte sich förmlich an diesen Posten.

Von Dirk Anger

Dabei war mit dem Bekanntwerden der ersten Vorwürfe und einer Protokollerklärung aus dem Jahr 2015 bereits objektiv die gefährliche Nähebeziehung von Mandatsinteressen und beruflicher Tätigkeit gegeben. Doch Joksch, so scheint es, blieb stärker als der Rest des Aufsichtsrats, und auch seine grünen Parteifreunde hielten trotzig an dem Alphatier fest.

Und hier bekommt das Ganze eine politische Komponente: Denn die Grünen, die sich gerne als moralische Tugendwächter wähnen, sind damit an ihren eigenen hohen Ansprüchen gescheitert. Jokschs Rücktritt ist unvermeidbar. Und wenn er jetzt kommt, ist er viel zu spät. Dafür trägt nur einer Verantwortung: Gerhard Joksch selbst.

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