Kommentar
Neue Studie zur Zuwanderer-Kriminalität: Wichtige Impulse

Die Ergebnisse dieser neuen Studie fördern nicht wirklich Neues zutage, sie be stätigen vielmehr Erkenntnisse vergleichbarer Statistiken aus den Jahren zuvor.

Mittwoch, 03.01.2018, 19:01 Uhr

Kommentar: Neue Studie zur Zuwanderer-Kriminalität: Wichtige Impulse
Mit einem Sonderzug kommen Flüchtlinge in Sachsen an. Foto: Tom Wunderlich/dpa-Zentralbild/dpa

Neu, zwingend notwendig und zielführend hingegen ist, dass nun jenseits des Deckels einer der Political Correctness geschuldeten Selbstzensur offen mit diesen Zahlen umgegangen wird, dass Ursachen erforscht und Lösungswege gesucht werden. Die Fakten beim Namen zu nennen, bedeutet nämlich nicht gleich die Stigmatisierung aller Zuwanderer, im Gegenteil: Der differenzierte Umgang müsste eigentlich dem radikalen rechten Rand die Grundlage für rassistisch motivierte Diskriminierung entziehen.

Zuwanderer fallen der Studie zufolge deutlich häufiger als Verdächtige einer Gewalttat auf, als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht. In erster Linie sind es junge Männer, die nicht aus den Kriegsgebieten kommen, sondern aus den nordafrikanischen Staaten Marokko, Algerien und Tunesien – und daher so gut wie keine Bleibeperspektive als anerkannte Asylanten haben.

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Die Empfehlungen der Kriminologen, einerseits in diesen Ländern Projekte für die jungen Leute zu starten und hier eine konsequente Rückführungspolitik zu organisieren, sind wichtige Impulse für die anstehen den Sondierungsgespräche in Berlin über die zukünftige deutsche Asyl- und Einwanderungspolitik.

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