Glyphosat-Urteil in den USA
Bayer ist gewarnt

Die Tage des Wirkstoffs Glyphosat in Unkrautvernichtern sind schon lange gezählt. In der EU gilt es als abgemacht, dass es für die noch von CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt kurz vor der Wahl eigenmächtig mitgetragene Weiterzulassung über 2022 hinaus keinerlei Verlängerung mehr geben wird. Das Herbizid soll in der deutschen Landwirtschaft nur noch unter strengsten Auflagen versprüht werden. Der Einstieg in den Ausstieg.

Sonntag, 12.08.2018, 20:00 Uhr

Die massive Klagewelle in den USA und das erste Urteil eines Geschworenengerichts erhöhen den Handlungsdruck. Bayer wird – wenn der Konzern klug ist – seiner Tochter Monsanto in dieser Gemengelage nicht das Feld allein überlassen. Dass ein Gericht nach nur vierwöchiger Prozessdauer einem todgeweihten Glyphosat-Anwender ein Schmerzensgeld in dreistelliger Millionenhöhe zuspricht, ist ein Alarmsignal. Folgen Hunderte weitere Urteile dieser Dimension, übertreffen die Zahlungen irgendwann den Monsanto-Kaufpreis.

Die zentrale Frage hat der Prozess in Kalifornien nicht beantwortet: Ob Glyphosat beim Menschen tatsächlich krebserregend ist oder nicht, blieb offen. Die Gutachtenschlacht ist noch lange nicht beendet.

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