So., 16.12.2012

Durchwachsenes Derby Nach Kabinenpredigt findet die ASG in die Spur

Kaum Zugriff auf die Ahlener SG, hier mit Merle Klement (Mitte) erhielten die Handballerinnen der Dolberger Eintracht beim Derby.

Kaum Zugriff auf die Ahlener SG, hier mit Merle Klement (Mitte) erhielten die Handballerinnen der Dolberger Eintracht beim Derby. Foto: ms

Ahlen - 

André Deppe war angefressen. Der ASG-Coach war zur Pause alles andere als zufrieden mit dem Auftritt seiner Sieben. Danach aber zeigten die favorisierten Gastgeberinnen im Derby gegen Eintracht Dolberg ihr wahres Gesicht.

Von Herbert Vogel

Dass Derbys nicht unbedingt ein Garant für hochklassigen Sport sind, mussten Sonntagabend die Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle der Realschule erleben. Dort setzte sich die Ahlener SG gegen den Ortsrivalen SV Eintracht Dolberg mit 23:17 (7:8) durch und wurde somit letztendlich ihrer Favoritenrolle gerecht.

Bevor es vor allem für die ASG-Fans auf der Tribüne aber erstmals Grund zur Zufriedenheit gab, galt es die erste Halbzeit zu überstehen. Und da bekleckerten sich beide Teams wahrlich nicht mit Ruhm. Gerade einmal 16 Treffer fielen im ersten Durchgang, allein neun davon vom Siebenmeterpunkt. Die Gastgeberinnen gingen geradezu fahrlässig mit den sich bietenden Chancen um, kamen gerade einmal auf ein Feldtor durch Michele Mense zum 4:2 (8.). Danach schossen die Rot-Weißen zwölf Minuten lang nur Fahrkarten, verhinderte Torfrau Anna Bolte nicht nur durch einen gehaltenen Siebenmeter eine Dolberger Führung. Die war allerdings fällig^ als zunächst Moni Steimann per Siebenmeter zum 6:6-Ausgleich (25.) traf, Eintracht-Coach Dogan Aydogdu beim nächsten SVE-Angriff eine Auszeit nahm und schließlich Tatjana Lauenstein mit dem 6:7 die erste Führung für die Gäste erzielte.

Überhaupt nicht zufrieden war ASG-Trainer André Deppe mit der Vorstellung im ersten Durchgang: „Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt, das war auch Thema im Kabinengespräch.“ Und er schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Nun mit Merle Klement und Sarah Adam im Mittelblock, dazu vorne mit Svenja Osthues auf Rückraummitte agierten die Ahlener wesentlich druckvoller und setzten sich in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte bis auf 17:12 (45.) ab. „Diese Phase haben wir etwas verpennt“, erklärte Dogan Aydogdu, der nach gut 40 Minuten seine Abwehr auf die offensivere 5:1-Formation mit Karen Hoppe auf der Spitze umstellte. Allerdings ohne großen Erfolg, denn die Deppe-Sieben kam nun auch über den Kreis leichter zu Torerfolgen.

Dennoch gaben die Gäste nicht auf und ließen nach Sarah Adams Heber zum 19:14 (48.) sechs Minuten kein ASG-Tor mehr zu. Aber auch selbst gelangen den Dolbergerinnen in dieser Phase durch Karen Hoppe und Tatjana Lauenstein nur zwei Treffer, so dass Sarah Adam mit ihrem Treffer zum 20:16 quasi für die Vorentscheidung sorgte. Zweimal Melanie Dodt über Rechtsaußen und die in der Schlussphase eingewechselte Marion Brinkmann sorgten schließlich für den 23:17-Endstand.

ASG:Bolte, Becker – Jüttemeyer (2), Hesse, Klement (1), Dodt (2), Adam (7/1), Gawer (3/3), Longo, Mense (7/2), Zent, Osthues, Brinkmann (1)

SVE:Meininghaus – Holling, Krupski (2/1), Wischnewski, Gleffe (4/1), Hoppe (2), Echtermann (3), Steimann (1/1), Lube, Lauenstein (4), Lohrmann, Stegt (1)

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