ASG empfängt HSG Varel-Friesland

Fr., 03.02.2012

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Auf den Punkt konzentrieren

ASG empfängt HSG Varel-Friesland : Auf den Punkt konzentrieren

Auch gegen Varel wieder dabei: Linksaußen und Stimmungsmacher Kevin Wiegers. Foto: René Penno

Ahlen - 

Jetzt oder nie: Die Drittliga-Handballer stehen Samstagabend gegen die HSG Varel-Friesland unter Zugzwang. Ein Heimsieg muss dringend her.

Von Cedric Gebhardt

„Na schon wieder verloren?“ Sascha Bertow hat es momentan nun wirklich nicht leicht. Als wäre die Negativserie nicht als solche schon unangenehm genug, muss sich der Trainer der ASG auch noch Häme und Spott von den Mädels seiner B-Jugend anhören, die er ebenfalls trainiert.

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Immerhin, einen kleinen Trost gibt es: Mit der weiblichen B hat er wenigstens ein Team, das regelmäßig Punkte einfährt. Anders seine Sieben, der die Liga unfreiwillig eine chronische Nulldiät weit vor der kalendarischen Fastenzeit verordnet hat.

Das soll sich ändern, wenn die ASG am Samstagabend um 19.30 Uhr die HSG Varel-Friesland in der Friedrich-Ebert-Halle willkommen heißt. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist Varel Favorit. Das ist ein Gegner, der kontinuierlich auf hohem Niveau spielt und bei dem man sich auf den Punkt konzentrieren muss“, urteilt Sascha Bertow.

Nach der knappen 32:36-Niederlage im Hinspiel hatte der ASG-Coach noch gemutmaßt: „Vielleicht können wir sie in der Rückserie schlagen.“ Die Chancen dafür sind aktuell aber eher gering. „Man muss Varel durch Kampf bezwingen“, weiß Bertow. Fehlendes Engagement konnte man der ASG bisher wahrlich nicht vorwerfen. Aber das allein reichte eben schon in den vergangenen Wochen nicht. Bei den Gästen hütet man sich indes dennoch davor, die Ahlener zu unterschätzen: „Von der Papierform her ist das sicherlich ganz einfach“, sagt HSG-Trainer Jörg Rademacher mit Blick auf das Klassement, „aber es ist trotzdem ein verdammt schweres Spiel. Ahlen braucht jeden Punkt.“ Umso besser also, dass die Baustelle Linksaußen nicht mehr ganz so groß wie noch vor drei Wochen ist.

Denn mittlerweile sind Steffen Mühlhoff und sogar Kevin Wiegers, dessen Heilungsprozess überraschend gut verlaufen ist, wieder zurück im Kader. „Bei Kevin wird es noch ein bisschen dauern, bis er wieder bei 100 Prozent ist, aber er ist auf einem guten Weg.“ Was Bertow an Wiegers imponiert und wovon das gesamte Team profitieren kann: „Kevin ist ein Kämpfer, er geht voran und er sorgt für Stimmung in der Mannschaft, die uns teilweise auf dem Spielfeld gefehlt hat“, sagt Bertow. Verzichten muss er heute Abend gegen Varel unterdessen vielleicht auf Thorsten Szymanski (Armverletzung) und Christoph Wischniewski (Knieprobleme). Zudem plagten sich Maximilian Doller und Peter Ellebracht jüngst beide mit einer Magen-Darm-Grippe herum. Sie können also voraussichtlich nicht dabei mithelfen, dem Favoriten Varel ein Bein zu stellen und so dafür zu sorgen, dass Sascha Bertow beim nächsten Training mit seinen Mädels nicht schon wieder mit deren Gehässigkeit konfrontiert wird.


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