Ahlener SG kann Leistungszentrum auch ohne den ASV

Mi., 01.02.2012

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Auch alleine stark genug

Ahlener SG kann Leistungszentrum auch ohne den ASV : Auch alleine stark genug

Begrüßen Ralf Drevermann (Mitte) als neuen Mentaltrainer der ASG: (von links) Michael Pokorny, Sascha Bertow, Thomas Steinhoff, Martina Michalczik, Mattes Rogowski und André Michalczik. Foto: René Penno

Ahlen - 

Nach der Trennung im Seniorenbereich droht nun auch im Nachwuchsbereich die Jugendspielgemeinschaft HLZ Ahlen-Hamm auseinanderzubrechen. Die Anzeichen für eine Trennung verdichten sich immer mehr.


Schon seit einigen Tagen kursieren Gerüchte über eine mögliche Trennung der Ahlener SG und des ASV Hamm auch im Nachwuchsbereich. Angereichert wurden diese Mutmaßungen am vergangenen Wochenende, als der Hammer Handball-Zweitligist die Vertragsverlängerung mit Torhüter Torsten Friedrich bekannt gab. Friedrich ist aber nicht nur Torhüter des ASV, sondern war bisher auch für die B-Jugend beim Handball-Leistungszentrum (HLZ) Ahlen-Hamm verantwortlich. Nun soll er in Hamm die Jugendförderung ankurbeln, was faktisch einer Trennung vom Leistungszentrum in Ahlen gleichkommt.

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Offiziell bestätigen wollte eine Trennung der Jugendspielgemeinschaft HLZ Ahlen-Hamm in Ahlen niemand. Trotzdem treffen die Ahlener Vorbereitungen, sollte es doch dazu kommen. Und danach sieht aus. „Das ganze Tamtam in den Medien kommt für uns überraschend“, erklärte Michael Pokorny. Aber nun seien die Botschaften intensiver geworden, so der ASG-Vertreter. Deshalb plane das Leistungszentrum schon mal neu und blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Die Organisation war ohnehin schon sehr Ahlen-lastig. Und wir sind zu 100 Prozent selbst finanziert“, interessieren Pokorny und die ASG eventuell anstehende Änderungen nicht. Ganz im Gegenteil: „Wir fühlen uns stark genug, sollte neue Konkurrenz entstehen.“

Die Argumente sprechen ohnehin für das HLZ: Alle fünf Mannschaften spielen in ihren Klassen oben mit. Hinzu kommt der Bau der neuen Halle, der in diesem Jahr endlich in Angriff genommen werden soll. Weiterhin soll ab der nächsten Saison auch der weibliche Nachwuchs über das HLZ laufen. Dann wären es insgesamt 22 Mannschaften, „und wir sind nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite gut aufgestellt“, sagt Michael Pokorny. Weitere Details sollen in den nächsten Tagen folgen. Noch aber ist die Tür nicht ganz zu für eine weitere Kooperation mit dem ASV Hamm. Es sollen noch einige Gespräche folgen. „Ich verstehe nicht, warum man so kleinkrämerisch denkt“, äußerte Pokorny sein Unverständnis zu den Gerüchten, die über die Lippe nach Ahlen drängen. Denn für große Talente braucht es auch einen entsprechenden Partner. „Aber es gibt ja auch andere Mannschaften als Hamm“, so Pokorny. Unabhängig davon entwickelt das HLZ das Training weiter: Am Dienstag wurde Heilpraktiker Ralf Drevermann vorgestellt, der bei den Mannschaften der ASG und des HLZ künftig ein Mentaltraining anbieten soll. Dieses soll ein wichtiger Bestandteil der Förderung am Leistungsstützpunkt Münsterland sein.


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