Eintracht Dolberg verliert in Ennigerloh
So., 05.02.2012
Lustig, aber nichts zum Lachen
Mit einer Auszeit beim Rückstand von 4:12 rüttelte Norbert Penger sein Team nur vorübergehend wach.
Dolberg -
Außer Spesen nichts gewesen: Die Bezirksliga-Handballer gingen im Derby beim TV Ennigerloh leer aus. Sie verloren mit 27:30. Nur bei den von den Schiedsrichtern eifrig ausgesprochenen Strafminuten lagen die Dolberger am Ende vorn.
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„Ich kann mich nicht erinnern, dass ich als Spieler mal beim TV Ennigerloh gewonnen habe – und als Trainer klappt es nun auch nicht“, stellte Norbert Penger, der am Samstag Hans-Peter Esch als Chefcoach der Dolberger Bezirksliga-Handballer vertrat, nach der 27:30 (12:15)-Niederlage frustriert fest. Was sich am Sonntag zuvor beim 22:22 gegen Beckum schon angedeutet und mit einer alles andere als zufriedenstellenden Trainingswoche fortgesetzt hatte, wurde im Derby offensichtlich: Bei der Eintracht ist momentan der Schwung raus.
„Wir haben den Start total verschlafen. Bei so einem Zwischenstand wird einem schlecht“, brachte Penger die katastrophale Anfangsphase auf den Punkt, die in einem 4:12-Rückstand für die Gäste nach 20 Minuten mündete. „Unsere Deckung hat einfach nicht den nötigen Grip gegen diesen kampfstarken Gegner gefunden, und vorne waren wir zwar immer wieder frei vorm Tor, haben aber zu viele glasklare Chancen nicht genutzt“, so Penger. Mit einer Auszeit rüttelte er seine Spieler dann aber wach, und bis zur Pause kam der SVE bis auf 15:12 heran.
Kurz nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste beim Stand von 17:18 sogar in Führung, und in der Folgezeit blieb es zunächst knapp. Als letztlich entscheidend bezeichnete Penger die Phase nach dem 22:24-Rückstand (49.), als der SVE vier Minuten lang in Überzahl war – ohne zu treffen. Vollzählig standen beide Teams nun kaum noch einmal auf dem Feld – trotz einer absolut fairen Partie, wie der Dolberger Coach meinte. Sage und schreibe 28 Strafminuten brummten die Schiedsrichter dem TVE auf, 16 den Gästen, wofür Penger nur ein Kopfschütteln und Sarkasmus übrig hatte. „Das war schon fast lustig.“ Weniger zum Lachen fand er, dass sein Team trotz geringerer Präsenz auf der Strafbank einfach nicht mehr herankam. Der 30:27-Sieg der Gastgeber war letztlich auch verdient.
SVE: Budde – Bußmann (7), Britt (5/2), Aydogdu (5), Stegt (4/4), Griese (4), Kremser (2), Heißt (1), Lauenstein (1), Villinge, Schröer, P. Weghake, M. Weghake