Hoffnung und Hiobsbotschaft

So., 01.01.2012

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Fußball: Gunnar Weber will Landesligist Davensberg verlassen / Sefa Sahin steht vor der Rückkehr

Hoffnung und Hiobsbotschaft : Fußball: Gunnar Weber will Landesligist Davensberg verlassen / Sefa Sahin steht vor der Rückkehr

Sefa Sahin (hier im Trikot von Preußen Münster 2) kehrt voraussichtlich nach Davensberg zurück. Foto: rau

Davensberg - 

Die Silvesterböller sind verraucht, die guten Vorsätze und Wünsche geblieben. Für Fußball-Landesligist Davaria Davensberg lautet der Vorsatz Wiederaufstieg in die Westfalenliga, einer der damit verbundenen Wünsche: ein möglichst breiter und schlagkräftiger Kader.


Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, wird sich schneller zeigen als erwartet, denn das Personalkarussell bei der Davaria dreht sich auch zu Beginn des Jahres 2012 mit unverminderter Geschwindigkeit. Nur zwei Wochen nach den Abgängen von Rashid Hassanzadeh und Lars Anfang will nun auch Stürmer Gunnar Weber den Verein Richtung TuS Hiltrup verlassen. Dafür steht die Rückkehr von Mittelfeldspieler Sefa Sahin offenbar unmittelbar bevor.

Weber sitzt offenbar auf gepackten Koffern, will die Davaria sofort Richtung Westfalenligist Hiltrup verlassen. Für Davensbergs Trainer Ismail Atalan, der den Stürmer vor eineinhalb Jahren von seinem Ex-Verein FC Gievenbeck 2 mit in die Davert brachte, eine Hiobsbotschaft: „Wir suchen ohnehin Stürmer. Wenn Gunnar wechseln sollte, müssten wir unsere Ziele wirklich neu stecken. Dann hätten wir große Probleme.“ Wie wichtig der Knipser für die Blau-Weißen ist, verdeutlicht seine Trefferbilanz: Mit bisher zwölf Saisontoren ist Weber der erfolgreichste Stürmer der Mannschaft und der zweitbeste in der gesamten Liga.

„Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, kommentiert Trainer Atalan Webers Wechselabsichten. „Ich habe immer gesagt: ,Im Sommer ist o.k., aber nicht im Winter.‘“ Auf Atalans O.K. ist der Stürmer angewiesen: Falls dieser die Davaria tatsächlich jetzt verlässt, kann ihn der Verein für den Rest der Saison sperren lassen. Ob es allerdings tatsächlich so weit kommt, steht noch in den Sternen des neuen Jahres 2012. „Wir hoffen, dass er noch zur Besinnung kommt“, so der Coach.

Bereits in den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob Sefa Sahin zur Davaria zurückkehrt. Die Vorzeichen stehen offenbar sehr gut: Sahins jetziger Arbeitgeber, Westfalenligist Roland Beckum, habe bereits signalisiert, den defensiven Mittelfeldspieler ablösefrei ziehen zu lassen, so Atalan. Dies sei Voraussetzung für den Wechsel, denn eine Ablösezahlung könne sich die Davaria nicht leisten.

Sahin würde die Lücke schließen, die Rashid Hassanzadeh mit seinem Wechsel zu Borussia Münster gerissen hat. „Sefa wäre sehr, sehr wichtig“, sagt Atalan. „Er würde uns auf jeden Fall einen Schritt nach vorne bringen.“

Womit er vor allem auf die große Erfahrung Sahins anspielt. Bevor er nach Beckum wechselte, stand er für die Reserven von Preußen Münster und LR Ahlen auf dem Feld. Und für die Davaria: Bis zur Saison 2004/2005 spielte der heute 30-Jährige mit den Blau-Weißen in der damaligen Verbandsliga – gemeinsam mit einem gewissen Ismail Atalan.

„Er ist ein sehr guter Freund“, sagt dieser über Sefa Sahin. Über seinen Kumpel weiß der Davarentrainer auch unabhängig von dem geplanten Wechsel Positives zu berichten: „Am Mittwoch ist er Papa geworden.“ In den nächsten Tagen kehrt der frischgebackene Vater Sahin nach Deutschland zurück. Dann wird sich entscheiden, ob seine Rückkehr ins Waldstadion in trockene Tücher kommt.


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