Günter Overkamp zum Vorsitzenden gewählt
Fr., 10.02.2012
39,47 Prozent für Entlastung
Auch der ehemalige Vorsitzende Norbert Steiner mischte sich in rege Diskussion ein. Der neue Vorsitzende Günter Overkamp (kl. Bild) fand sie überflüssig.
Borghorst -
Nicht so harmonisch wie vom Vorstand erhofft, verlief Freitagabend die Jahreshauptversammlung des SC Preußen Borghorst. Neuer Vorsitzender des Fußball-Landesligisten ist Günter Overkamp.
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Nicht so harmonisch wie vom Vorstand erhofft, verlief Freitagabend die Jahreshauptversammlung des SC Preußen Borghorst. 73 Mitglieder und neun Vorständler fanden sich ein, um die Berichte des Vorsitzenden, des Geschäftsführers und Sportlichen Leiters, des Schatzmeisters sowie der Abteilungsleiter Frauen und Mädchen, Jugend und Altherren zu hören. Ohne vorgesehene Aussprache sollte es nach dem O.k. durch die Kassenprüfer zur Entlastung des Vorstands gehen.
Doch bei den kritischen Fragen aus der Versammlung, die sich alle um die Vereinsfinanzen und die „Leihgabe“ des Hauptvorstandes aus der Jugendkasse (wir berichteten) drehten, konnte schon erwartet werden, dass die Versammlung dem alten Vorstand nicht sonderlich geneigt ist.
Nur 30 der 73 Stimmberechtigten, die Vorständler durften nicht mitstimmen, votierten für die Entlastung des Vorstandes. Das waren exakt 39,47 Prozent der abgegebenen Stimmen. Da die 34 Enthaltungen bei der Bewertung unter den Tisch fielen, wurde der Vorstand bei zwölf Gegenstimmen (15,79 Prozent) aber entlastet.
Deutlicher fielen anschließend die Wahlergebnisse aus. Zunächst wurde bei vier Enthaltungen der Geschäftsführer Heinz Segbers wiedergewählt. Der zweite Vorsitzende Günter Overkamp rückte auf und beerbte bei sechs Enthaltungen den scheidenden Jubiläumsvorsitzenden Hans Schmitz.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ brannte die Diskussion erneut auf. Für Günter Overkamp, neuer Vorsitzender und ehemaliger Jugendchef der Adlerträger, ziemlich unverständlich: „Der Vorstand hat mit dem Jugendvorstand ein konstruktives Gespräch geführt und die Differenzen ausgeräumt. Eine unnötige Diskussion.“
Trotzdem nahm sie an Schärfe zu, obwohl sogar der ehemalige Vorsitzende Norbert Steiner das Wort ergriff, um zwischen den Fronten zu vermitteln: „Wir sind doch ein Preußenfamilie.“ Richtig genützt hat es nichts, denn aus dem Kreis des Jugendvorstandes wurde dem Vorstand gedroht, falls der Vorgang mit einer Zahlung in vierstelliger Höhe nicht in den nächsten Wochen erledigt würde („. . . dann könnt Ihr euch warm anziehen!“).
Fast unter ging, dass den Preußen im laufenden Etat 4000 Euro fehlen und dass der Deutsche Meister Borussia Dortmund noch vor Ende der Hinrunde gegen die Landesliga-Elf der Preußen antreten will, wie „Susi“ Zorc schriftlich versprach.