Gescher
Do., 12.01.2012
Neuaufbau mit Andreas Kersten
|
|
Hochmoor. Die Bilanz liest sich wie der blanke Horror, aber aufgeben ist nicht sein Ding. "So möchte ich mich nicht aus Hochmoor verabschieden", betont Andreas Kersten. Obwohl der Abstieg des SuS aus der Kreisliga.A bei aktuell einem einzigen Punkt auf der Habenseite kaum zu verhindern sein wird, der Spielertrainer macht weiter - auch über die laufende Saison hinaus: "Dann werden wir eben eine Mannschaft aufbauen, die in der B-Liga eine gute Rolle spielen kann."
Mit Obmann Ferdi Greving hat er die verzwickte Lage besprochen. "Ich hätte es verstehen können, wenn der Verein die Zusammenarbeit im Sommer beenden würde", räumt Kersten angesichts des Negativlaufes ehrlich ein. Greving aber weiß, was er an seinem Spielertrainer hat und dass der es nicht alleine richten kann. "Ferdi hat gesagt, wenn ich weitermachen möchte, ist das okay." Und Kersten möchte, weil er den SuS nach dem Seuchenjahr wieder in geordnete Bahnen lenken will.
Gleich in seinem ersten Jahr als Verantwortlicher hatte Andreas Kersten mit dem SuS die Rückkehr in die A-Liga geschafft. Zu früh? "Ich denke nicht", sagt der 26-Jährige. "Das Potenzial ist eigentlich vorhanden, aber es scheitert zu oft an der Einstellung." Das Grundproblem, die mangelnde Trainingsbeteiligung, hat er schon häufiger beklagt. "Wir haben schon mehrfach bewiesen, dass wir mithalten können, nicht nur beim Unentschieden gegen TuS Gahlen." Allerdings gehe allzu häufig nach 70 Minuten die Luft aus - "kein Wunder, wenn du oft bis kurz vor Beginn nicht weißt, ob genug Leute da sind und das Training überhaupt stattfinden kann." Gerade als Aufsteiger müsse mehr kommen, um gegen die spielstarken Teams mitzuhalten. Und in der Hinsicht erwarte er besonders von den erfahrenen Spielern mehr Einsatz.
Was ihn trotz aller Probleme zum Bleiben bewegt hat, ist die Perspektive: "Im nächsten Sommer kommen wieder vier bis fünf gute Jungs aus der A-Jugend, die den Sprung schaffen können." Mit ihnen und einem guten Teil des aktuellen Kaders will er die neue Mannschaft formen. Als einziger Abgang steht bislang Lars Mester fest, der zum FSV Gescher zurückkehrt. Darüber hinaus gebe es, so Kersten noch ein bis zwei Fragezeichen. Dafür gibt es auch eine Verstärkung: Thomas Efsing, gebürtiger Hochmooraner und zuletzt in Vreden aktiv, hat sich dem SuS angeschlossen. "Er ist ab sofort dabei", so der Trainer. "Thomas wird uns weiterhelfen."
Am 4..März und damit zwei Wochen vor den Coesfelder Kreisligen setzt der SuS Hochmoor seine Rückrunde fort. Die Vorbereitung auf die erste Partie gegen SV Schermbeck II startet am Samstag (28..1.). Alles wollen sie geben, aber träumen will Andreas Kersten nicht. "Der Klassenerhalt kann kein realistisches Ziel mehr sein, da müssten wir schon einer super Serie hinlegen", weiß er. "Aber eine zweistellige Punktzahl möchten wir noch schaffen." Auf der Habenseite wollen sie besser abschneiden als beim Abstieg 2009 mit nur vier mageren Zählern. "Wir wollen beweisen, dass wir eine höhere Qualität haben", betont Kersten. "Das ist auch eine Frage der Ehre."
|
|
Inserieren
WN-Jobs Anzeigen
Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland
