09 fordert Revanche

Do., 19.01.2012

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Handballdamen gegen TSG Wismar

09 fordert Revanche : Handballdamen gegen TSG Wismar

Monika Kornet hat zuletzt einen großen Schritt nach vorn getan und hofft natürlich auch auf einen Einsatz gegen TSG Wismar. Foto: wik

Greven - 

Wismar – für die einen ein wunderschöner Ort der Erholung im Urlaub, für andere ein Raum des Schreckens, ähnlich dem „Dschungel-Camp“, wie die Grevener Handballdamen im Hinspiel erfahren mussten. Wenn sie am Samstagabend um 18 Uhr in der Rönnehalle die Handballerinnen von der Ostsee empfangen, dann werden bei der ein oder anderen Spielerin sicherlich „gruselige“ Erinnerungen geweckt. Denn gleich im ersten Spiel der neuen Saison musste 09 eine herbe 27:31-Niederlage einstecken. Damit war bei Fans, Spielerinnen und im Umfeld die Euphorie über den Start in der neu eingerichteten Liga mit einem Schlag dahin.


Inzwischen hat sich die 09-Mannschaft weiterentwickelt, ja geradezu gereift – und hat sich Respekt verschafft in der neu gegründeten Liga. Trotz des Verletzungspechs, das sie in einem besonderen Maße heimsuchte.

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Gerade weil das Selbstbewusstsein durch die Erfolge gewachsen sind, erwartet 09-Trainerin Franziska gewiss ein anderes Auftreten als noch im Hinspiel. Gleichwohl warnt sie vor den Qualitäten der Gäste. Da wirbelt in der zweiten Reihe immer noch die fast 36-jährige Liudmilla Yermachek, die mit 113 Treffern immerhin 7,5 Tore pro Spiel erzielte. Und damit auf Rang drei der Torschützenliste in der Zweiten Bundesliga steht. „Die müssen wir einfach umhauen“, sagt Sarah Everding in der „Handballersprache“ und sagt damit, dass disziplinierte, ja harte Deckungsarbeit vonnöten ist, um diese Spielerin in den Griff zu bekommen.

Inzwischen hat sich die 09-Deckungsmauer weiter gefestigt, wobei Monika Kornet zuletzt in Wolfsburg zu einem wichtigen Baustein geworden ist, als Ania Jaszczuk bereits nach neun Minuten den Platz verlassen musste. Es ist diese 5:1-Deckung des 09-Teams, vor der sich inzwischen die gesamte Liga fürchtet. Die Fehler des Gegners provoziert und dann mit ihren schnellen Außen Elke Thomassen und Anika Ziercke sowie der vorgezogenen Spielerin Sarah Everding blitzartig zu Gegenstößen startet. Das schnelle Spiel der 09-Mannschaft ist inzwischen zu einem Markenzeichen der Heinz-Truppe geworden.

Auch im Positionsspiel setzen inzwischen die beiden Spielmacherinnen, Nikki Schreurs und Melanie Lorenz Ausrufezeichen. Letztere strahlte im Grevener Dress noch nie so viel Torgefahr aus wie in dieser Saison, in der sie inzwischen 77 Tore geworfen hat. Zum Vergleich: Am Ende der vergangenen Saison standen „nur“ 66 Tore zu Buche. Mit der Verantwortung stieg also bei „Melli“ auch die Torgefahr.

Beflügelt durch das Publikum werden die 09-Damen erneut versuchen, sich mit schnellem und attraktivem Spiel in die Herzen der Zuschauer zu spielen. „Der Zuspruch in Greven ist toll, das motiviert mich ungemein. Da gibt es andere Hallen, in denen nur 50 Zuschauer sitzen und dann nur meckern“, freut sich Anika Ziercke auf das „Zusammenspiel“ mit den Fans.


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