Handballerinnen zu Gast in Zwickau

Do., 26.01.2012

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„Trabbi“ kommt wieder in Fahrt

Handballerinnen zu Gast in Zwickau : „Trabbi“ kommt wieder in Fahrt

Der absolute Wille ist ihr ins Gesicht geschrieben. Hier setzt sich Sarah Everding im Hinspiel gegen Petra Starcek durch. Foto: wik

Greven - 

Wie gut hat sich die Grevener Handballmannschaft von dem Schock des vergangenen Wochenendes erholt. Am Samstag ist die Heinz-Truppe zu Gast in Zwickau, die vor Weihnachten den Trainer wechselten und wollen auch gegen Greven beide Punkte am Ort behalten.


Im Hinspiel erlebten die Zuschauer beim 36:35-Sieg der Grevener Handballdamen gegen den BSV Sachsen Zwickau eine Torfabrik der Superlative. Doch der Motor aus der „Trabbi-Stadt“ Zwickau stotterte weiterhin. Nicht zuletzt, weil sich mit Alexandra Uhlig und Petra Starcek zwei wichtige Spielerinnen in ihren Reihen verletzt hatten. Möglicherweise auch deshalb wurden die Zwickauerinnen auf der Zielgeraden in den letzten Sekunden der Begegnung immer wieder ausgebremst. Vier Spiele verloren sie mit nur einem Tor, ein weiteres mit zwei Toren Unterschied.

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Unglücklich für den damaligen Trainer Steffen Wohlrab, der kurz vor Weihnachten beurlaubt wurde, nachdem die Mannschaft gegen SC Union Halle noch mit 28:24 Toren gewonnen hatte. „Das ist schon ungewöhnlich“, sagt der damalige Trainer, der das Geschehen jetzt aus der Ferne verfolgt und seinen Nachfolger sehr gut kennt. Schließlich war er sein damaliger Co-Trainer.

„Ich habe in den dreieinhalb Wochen, in denen ich die Mannschaft trainiere, einen guten Eindruck gewonnen“, sagt der neue Coach Norman Rentsch. Sein Einstand in Metzingen war denkbar schlecht, denn mit 25:34 Toren musste seine Mannschaft die höchste Saisonniederlage hinnehmen. Doch Zwickau revanchierte sich im Duell der beiden Autostädte eine Woche später mit einem souveränen 37:27-Erfolg in Wolfsburg,

Der Sachsen-Angriffsturbo hat beim Beschleunigen aus der Abwehr heraus zwei Namen. Mit der schnellen Japanerin Emi Uchibayashi und Jenny Choinowski spielen die Zwickauerinnen einen blitzartigen Gegenstoß. Und da Alexandra Uhlig und Petra Starcek wieder fit sind – diese beiden Spielerinnen warfen zuletzt beim VfL Wolfsburg jeweils sieben Tore und waren dabei hauptverantwortlich für den Sieg – wird sich die Grevener Mannschaft auch auf einen starken Rückraum gefasst machen müssen. Nicht zu vergessen Evelina Kalasauskaite, die beim Hinspiel in Greven das Gaspedal durchtrat und damit sechs Mal erfolgreich war.

„In der Hinserie waren wir im Angriff nicht übel, das nützt aber nichts, wenn man hinten so viele Tore kassiert“, sagt Rentsch, der den Schwerpunkt offensichtlich auf das Schulen einer kompakten 6:0-Deckung gelegt hat. Nach dem Sieg in Wolfsburg will der Coach jetzt gegen 09 nachlegen. „Wir denken jetzt nur von Spiel zu Spiel“, sagt Rentsch, der offensichtlich nach seiner Amtsübernahme zu viele „Reparaturarbeiten“ erledigen musste, um genau zu sagen, wohin die Fahrt ihn und sein Team noch führt.


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