Zu Beginn herrschte Chaos
Di., 24.01.2012
Personelle Probleme zwingen Verbandsligist Epe zu ungewöhnlichen Maßnahmen
Der TV Westfalia geriet in Mesum zunächst mächtig unter Druck. Neben zwei Liberos und zwei Zuspielern standen nur vier Angreifer zur Verfügung. Das bedingte ein völlig anderes, sprich ungewohntes Spielsystem.
Gronau-Epe -
Nach zuletzt erfolgreichen Auftritten mussten die Eperaner Verbandsliga-Volleyballer wieder in eine Niederlage einwilligen. Das 1:3 in Mesum kam aber nicht unbedingt überraschend, fehlten doch mit Stefan Sibbing, Lars Perrefort, Dennis Müller und Jürgen Volbert gleich vier Spieler, die noch in der Vorwoche beim Sieg in Ostwestfalen in der Startsechs gestanden hatten. Zudem musste der TV Westfalia Epe erneut auf den verletzten Bernd Heming verzichten.
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Deshalb lief gegen den Tabellennachbarn ein Team auf, das so mit Sicherheit nicht wieder aufgeboten wird. Neben zwei Liberos und zwei Zuspielern fuhren nur vier Angreifer mit, was ein völlig anderes Spielsystem mit zwei Zuspielern zur Folge hatte.
Im ersten Satz herrschte dann auch zu Beginn Chaos. Epe lag schnell mit fünf Punkten in Rückstand. Jedoch stabilisierte sich gegen Satzmitte das Spiel, der Vorsprung der Gastgeber konnte sogar noch verkürzt werden. Zwar wurde der Satz mit 22:25 verloren, die Dominanz des Gegners aus den ersten Minuten war allerdings gebrochen.
Zuversichtlich startete das Team um den stark spielenden Libero Gerhard Röll in Satz zwei. Dieser war aber geprägt von zahlreichen Eigenfehlern auf Eperaner Seite. Mesum beherrschte Epe nach Belieben, ohne dabei großes Volleyball zeigen zu müssen und gestattete dem TVE lediglich 17 Punkte.
Um wieder Ordnung ins Spiel zu bekommen, änderte Epe das Spielsystem ein weiteres Mal. Dadurch kam Sebastian Förster nach acht Jahren auf der Zuspielerposition zum ersten Mal zu der Ehre, als Angreifer zu agieren und machte einen guten Job. Epe konnte durch den Zugewinn der Angriffsposition nun variabler agieren und schaffte es, den Mesumern Satz drei mit 25:23 abzunehmen. Auch im vierten Durchgang spielte der TV Epe mit seiner zusammengewürfelten Truppe auf Augenhöhe mit Mesum. Nach vergebenem Satzball unterlag der TV Westfalia im vierten Satz etwas unglücklich mit 25:27.
„Über das Match brauchen wir nicht viele Worte zu verlieren. Die Spieler, die sonst weniger Einsatzzeit bekommen, haben einen guten Job gemacht. Jedoch reichen schon ein, zwei Punkte pro Satz aus, um ein Spiel zu entscheiden. Und diese Punkte haben wir heute abstimmungsbedingt abgeben müssen“, analysierte Libero Röll die Leistung seiner Mannschaft.
