Gronau

Mo., 09.08.2010

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Wessels legt sein Team an die Kette

Trainer Jochen Wessels (stehend, 1.v.l.) und sein Assistent Dirk Werenbeck (stehend, 1.v.r.) mit einigen der neuen Spieler, die während der Vorbereitung getestet wurden: stehend (v.l.): Philipp Schultewolter, Max Peters, Julian Elskamp, Marcel Priebe, hockend (v.l.): Oliver Fiegenbaum, Christopher Hütten, Andre Vieira, Bane Dibrani, Safet Dibrani.Foto: (aho)
Von Kristian van Bentem

Gronau-Epe - Lange haben sie in der vergangenen Saison um den Klassenerhalt gezittert. Erst am vorletzten Spieltag verhinderten die Bezirksliga-Fußballer von Vorwärts Epe, dass sie ein Jahr nach dem Abstieg aus der Landesliga direkt noch eine Klasse weiter nach unten durchgereicht werden. Doch diese alles andere als erfreuliche Saison haben die Grün-Weißen abgehakt. „Mit der unteren Tabellenregion wollen wir diesmal nichts zu tun haben. Die Blickrichtung geht eindeutig ins obere Mittelfeld“, beschreibt Trainer Jochen Wessels in der letzten Woche der Saisonvorbereitung die Zielsetzung für die am kommenden Sonntag beginnende Spielzeit 2010/11.

Nachdem er in der vergangenen Winterpause bei Vorwärts Epe nach der Trennung von Robbert Weegerink ins kalte Wasser gesprungen war, konnte Wessels in der Vorbereitung nun alles nach eigenen Vorstellungen in die richtigen Bahnen lenken. Die wichtigste Änderung, die der Coach vollzogen hat, ist die Umstellung auf die Viererkette. „Das bietet eine bessere Feldabdeckung und - wenn es vernünftig funktioniert - eine bessere Spieleröffnung und Ballkon­trolle“, beschreibt er die wichtigsten Vorteile, die er sich davon verspricht.

Diesem Vorhaben hat Wessels während der Vorbereitung alles untergeordnet und in den Testspielen sowie bei der Stadtmeisterschaft ohne Rücksicht auf Ergebnisse das vorgesehene System mit 19 verschiedenen Spielern einstudiert. „Es geht nicht nur um Erfolg, Erfolg, Erfolg. Trainer haben auch die Verpflichtung, jeden Spieler persönlich weiterzuentwickeln“, betont Wessels, freut sich aber dennoch, dass seine Truppe den Stadtmeistertitel - quasi nebenbei - eingeheimst hat. „Das war zum Teil schon sehr souverän“, ist er zufrieden mit dem Entwicklungsstand. „Aber einiges muss auch noch besser werden“, meint der Coach und rechnet mit Rückschlägen. „Es wird sicherlich noch drei bis fünf Monate dauern, bis das System bei allen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Aber zum Saisonstart werden wir so weit sein, dass wir uns wehren können“, ist Wessels überzeugt und lobt seine Spieler: „Die Truppe saugt alles geradezu auf und ist bereit, etwas Neues auszuprobieren.“

Apropos neu: Der Kader ist nach den Abgängen von Jan-Bernd-Hilbring, Jens Weinberg und Philipp Winhuysen mit sechs Akteuren aus anderen Clubs sowie vier aus dem eigenen Reserve- beziehungsweise Nachwuchslager aufgefüllt worden. Gespannt sein darf man vor allem auf Claudio Rafael Vieira Martins, der bis zur Winterpause der vergangenen Saison noch für Preußen Münster in der A-Junioren-Bundesliga gespielt hatte. Vorerst fehlen werden die verletzten Ahmet Durmaz (Achillesehnenriss) und Bill herfurth (Rückenprobleme). Mit einem Kader von insgesamt 20 Mann will Jochen Wessels in die Saison gehen. „Wir werden auf jeder Position doppelt besetzt sein“, so der Coach. „Das steigert den Wettbewerb, denn niemand hat seinen Stammplatz sicher.“


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