Damen-Trainer geht nach nur einem Jahr wieder
Mi., 08.02.2012
Cramer verlässt die HSG
Hält sich bedeckt, was die Zukunft der HSG-Frauen angeht: Vorsitzender Michael Hütt.
Lengerich -
Bei der HSG Hohne/Lengerich kriselt es. Während Herren-Trainer Jörn Brüggemann seinen Vertrag bereits verlängert hat, wird Damen-Coach Kai-Uwe Cramer die HSG nach nur einem Jahr wieder verlassen. Gründe nennen wollte er nicht. Aber es offensichtlich, dass er mit einigen Dingen nicht mehr zufrieden ist.
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Erst Ende 2009 gegründet scheint die Handball-Sportgemeinschaft Hohne/Lengerich im dritten Jahr des Vereinsbestehens der ersten großen Krise entgegenzuschliddern. Erste Frauen- und erste Herrenmannschaft kämpfen in ihren Ligen gegen den Abstieg. Und niemand weiß so recht, wie es weitergeht. Eine gewisse Unzufriedenheit macht sich breit.
Während es bei den Männern nicht ganz so gravierend aussieht, tun sich bei den Damen einige Fragezeichen auf. Jörn Brüggemann als Trainer der Männermannschaft hat verlängert und steht der HSG auch in der kommenden Saison vor. Er geht davon aus, die Klasse erhalten zu können. Weniger euphorisch sieht es Kai-Uwe Cramer. Der Damen-Trainer wird die HSG am Saisonende nach nur einem Jahr verlassen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Auch wenn er es nicht bestätigen mag, fühlt sich der Coach vom Vorstand im Stich gelassen. Schon häufig bemängelte er die fehlende Unterstützung. Man merkt ihm an, dass er unzufrieden ist mit der Situation, hält sich aber bedeckt: „Ja, ich werde zum Saisonende gehen. Mehr sage ich dazu nicht.“
Auch HSG-Vorsitzender Michael Hütt will sich zu der Angelegenheit nicht äußern. Er bestätigt zwar den Abschied Cramers, verweist aber darauf, dass ansonsten nichts geklärt sei: „Wir werden alles auf den Prüfstand stellen. Gespräche müssen noch stattfinden, bevor wir Lösungen vorlegen können.“
Sportlich läuft es alles andere als rund bei den Frauen. In der Saison 2008/2009 gelang als Verbandsliga-Zweiter der Oberliga-Aufstieg. Nach dem Klassenerhalt im ersten Jahr ging es rapide bergab. Dem Oberliga-Abstieg mit nur drei Siegen (Saison 2009/2010) folgte das Desaster in der Verbandsliga (erneuter Abstieg, nur ein Sieg). Auch aktuell in der Landesliga sieht es nicht danach aus, als ob die HSG den Klassenerhalt schaffen könnte. Es droht der dritte Abstieg in Folge. „Aus sportlicher Sicht werden wir alles tun, um die Liga zu erhalten“, sagt Hütt. Doch erlaubt sei die Frage nach dem Sinn. Nur Andrea Mandau und Alexandra Achnitz sind noch vom Oberliga-Aufstiegskader dabei. Die aber hören zum Saisonende auf wie wohl auch weitere gestandene Spielerinnen. Ein Umbruch droht in jedem Fall. Den aufzufangen wird die Aufgabe des HSG-Vorstands sein. Wie das passieren wird, da gibt sich Michael Hütt reserviert: „Wir werden Gespräche führen, um zu klären, wie wir die Zukunft gestalten.“
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