Lengerich

Fr., 06.11.2009

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Der Platz an der Sonne

Philip Schuhmacher und der VCB schielen in Berlin Richtung Tabellenspitze.Foto: (Henning Meyer-Veer)

Tecklenburger Land - Wenn alles gut läuft, dann könnte Volleyball-Zweitligist VCB Tecklenburger Land am Wochenende den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte erringen. Die Voraussetzung: zwei Siege aus dem Doppelspieltag Samstag und Sonntag in Berlin gegen den VCO und Lindow. Da Spitzenreiter Leverkusen nicht aktiv ist, könnte der VCB den Platz an der Sonne erklimmen...

Von Henning Meyer-Veer

Tecklenburger Land - Wenn alles gut läuft, dann könnte Volleyball-Zweitligist VCB Tecklenburger Land am Wochenende den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte erringen.

Die Voraussetzung: zwei Siege aus dem Doppelspieltag Samstag und Sonntag in Berlin gegen den VCO und Lindow. Da Spitzenreiter Leverkusen nicht aktiv ist, könnte der VCB den Platz an der Sonne erklimmen.

„Das wird noch mal ein richtiger Motivationsschub“, frohlockt auch VCB-Trainer Uwe Wallenhorst, wenngleich er einräumt, dass ihm dieser Umstand bislang noch gar nicht bewusst gewesen sei. Das Wort Tabellenführung nimmt er aber bei der Vorschau auf die Spiele in Berlin nicht in den Mund. Er formuliert bescheidener. „Wir sind Dritter, das wollen wir bleiben. Wenn es mehr wird, haben wir eine lustige Rückfahrt.“

Unmöglich scheint das nicht, denn beide Wochenendgegner liegen mit zwei errungenen Zählern acht Punkte hinter dem VCB. Zunächst geht es am Samstagabend gegen Schlusslicht VCO Berlin, das Internatsteam des Verbands. Eine Mannschaft, vor der Wallenhorst durchaus Respekt hat. „Eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft. Je länger die Saison dauert, desto besser werden sie“, urteilt der VCB-Trainer. Gesehen hat er das Team beim 2:3 in Lüneburg. „Ich habe Respekt vor dem VCO. Das Spiel war Warnung genug für uns, die Mannschaft nicht zu unterschätzen, denn das geht schnell nach hinten los.“

Nach dem Spiel steht die Erholung im Vordergrund. „Regenerieren, gut essen und dann in die Falle“, beschreibt Wallenhorst seine Abendplanung. Nächtigen wird der VCB in Kreuzberg. „Für Kreuzberger Nächte haben wir aber keine Zeit“, sagt er.

Kein Wunder, denn am Sonntagnachmittag (15 Uhr) steht beim TSV Lindow die nächste Partie an. Die Berliner Nordstädter sind Aufsteiger und haben sich nach schwachem Start spektakulär mit einem Kubaner verstärkt. „Er hat letztes Jahr noch für Giesen/Hildesheim in der 1. Liga gespielt“, weiß Wallenhorst. Auch vor Lindow pflegt er gehörigen Respekt.

„Sie haben in Essen gewonnen, und Berlin ist eh ein heißes Pflaster“, sagt er. „Wir werden beide Mannschaften nicht an den zwei Punkten festmachen. Die Liga ist sehr ausgeglichen.“ Ob der VCB Favorit ist? „Gegen den VCO Berlin ja, aber in Lindow, das weiß ich nicht. Ich bin da eher ein bisschen ängstlich“, sagt der Trainer der „Tebus“. Dennoch: „Der Erfolg im Pokal gibt uns einen Schub und Selbstvertrauen. Man respektiert uns, aber es wird dennoch schwer genug werden.“

Personell kann der VCB diesmal nicht in Bestbesetzung antreten. Philipp Bergmann fällt aus. „Er hat seit zehn Tagen eine Bronchitis“, sagt Wallenhorst. Einen Ersatz aus dem Regionalliga-Kader will er nicht mitnehmen. „Die haben selbst ein Spiel. Wir müssen das mit unseren Leuten durchstehen.“

Und wenn alles gut läuft, ist der VCB Tecklenburger Land am Sonntagabend Spitzenreiter. Aber wie sagte der Fußballer Dieter Eilts: „Wenn meine Oma ein Bus wäre, könnte sie hupen.“

VCB Tecklenburger Land: Schuhmacher, Rusche, Witte, Middelbeck, Rowe, Kipp, Rötker, Feldkämper, Fischer, Gartemann, Graw, Hofschröer.


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