Lengerich
Di., 16.03.2010
„Einen schaffen wir noch“
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Tecklenburger Land. Volleyball-Zweitligist VCB Tecklenburger Land hat am Wochenende einen Doppelspieltag zu absolvieren. Fünf Spieltage vor dem Ende der Saison dürfte schon jetzt feststehen, dass es wohl das erfolgreichste Jahr der Mannschaft ist. Für die neue Saison steckt der VCB schon mitten in den Planungen. Mit Trainer Uwe Wallenhorst sprach Sportredakteur Henning Meyer-Veer über die Probleme und Perspektiven der Mannschaft.
Herr Wallenhorst, warum gewinnt der VCB nicht gegen die Großen der Liga?
Uwe Wallenhorst: Wenn ich das wüsste, würde ich es ändern. Im Ernst, der Unterschied ist, dass Leverkusen einen Walkenhorst auf dem Feld hat. Ein hervorragender Akteur, der das Spiel in den entscheidenden Momenten an sich reißt. Wir hingegen leben von unserer Ausgeglichenheit. Bei uns muss alles passen, ein Rädchen ins andere greifen und jeder noch ein bisschen draufpacken.
Was fehlt Ihrer Mannschaft noch, um den nächsten Schritt zu gehen?
Wallenhorst: Ich möchte alle Spieler um fünf bis zehn Prozent verbessern. Das ist der nächste Schritt. Wir müssen am Niveau und der Qualität arbeiten. Außerdem fehlt uns noch die Konstanz.
Der VCB verfügt über den Luxus, schon frühzeitig über die Ligazugehörigkeit zur neuen Saison Bescheid zu wissen. Wie gehen Sie mit diesem Luxus um?
Wallenhorst: Nicht anders, als wenn wir ihn nicht hätten. Wir können planen, wir sind in Gesprächen. Am Konzept im Training und für die nächsten Spiele ändert sich nichts. Wir wollen uns weiter verbessern. Allerdings können wir schon befreiter trainieren und aufspielen.
Wie weit sind die personellen Planungen für die neue Spielzeit?
Wallenhorst: Das Team drumherum steht schon. Alle sind weiter mit dabei. Brian ist mir als Co-Trainer eine große Unterstützung. Mit dem aktuellen Kader sind wir in Gesprächen, es gibt schon diverse Zusagen, aber auch einige kleinere und größere Fragezeichen. Da arbeiten wir dran.
Wer soll bleiben?
Wallenhorst: Ich wünsche mir, dass alle bleiben.
Befürchten Sie, aus beruflichen Gründen den einen oder anderen Spieler zu verlieren?
Wallenhorst: Klar kann es passieren, dass sich jemand beruflich umorientiert oder mit seinen Spielanteilen unzufrieden ist. Das müssen wir in den Gesprächen herausfinden. Der Kern der Mannschaft bleibt aber zusammen. So viele Zusagen gibt es schon. Wir versuchen aber, den Jungs zu helfen, dass sie ortsnah beruflich oder im Studium Fuß fassen und beim VCB spielen können.
Was wird denn personell gebraucht?
Wallenhorst: Einen gestandenen Mittelblocker bräuchten wir. Die Tendenz, dass Jörn Middelbeck nicht mehr dazugehört, ist groß. Wenn er aber einen Job in der Nähe bekommt, dann bleibt er. Ich würde ihn gerne halten.
Wo landet der VCB am Ende?
Wallenhorst: Ich glaube immer noch, dass wir Dritter werden.
Welcher der Großen wird noch geschlagen?
Wallenhorst: Giesen oder Braunschweig - einen schaffen wir noch.
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