Lengerich

Mo., 15.02.2010

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Platz drei als neues Saisonziel

Die VCB-Volleyballer um Marvin Kipp, Stefan Feldkämper und Lars Fischer (von links) spielen eine tadellose Saison und peilen nun Rang drei in der zweiten Bundesliga an.Foto: (mee)
Von Henning Meyer-Veer

Tecklenburger Land -

Stillstand ist Rückschritt - diesem Motto scheint sich Uwe Wallenhorst, Trainer des Volleyball-Zweitligisten VCB Tecklenburger Land, mit Vehemenz verschrieben zu haben. Nachdem durch den 3:2-Erfolg am Freitagabend in Delbrück der Klassenerhalt nun endgültig nicht mehr in Gefahr geraten dürfte, hat Wallenhorst gleich das nächste Ziel ausgegeben. „Wir wollen jetzt auf den 3. Platz zielen“, sagt der Trainer der „Tebus“.

Ein ehrgeiziges Ziel, das weiß Wallenhorst auch, aber ein machbares, wie er glaubt. „Das ist nicht so unrealistisch. Wir haben zwar noch harte Brocken, aber wir sind ja auch besser geworden“, sagt Wallenhorst. „Vielleicht gelingt es uns hinten heraus ja mal, eines der Top-Teams zu schlagen.“

Allerdings dürfte da wohl eine bessere Leistung nötig sein als am Freitagabend. „Es war wieder nervenaufreibend, und das musste auch dieses Mal eigentlich nicht sein“, so Wallenhorst. „Ohne Delbrück zu nahe zu treten, aber, wenn alle in Normalform spielen, hätten wir 3:0 gewonnen.“ Markige Worte, die aber auch das gewachsene Selbstvertrauen der Mannschaft zeigen. „Die Spieler sagen selbst, dass sie so ein Spiel in der vergangenen Saison nicht gewonnen hätten“, so Wallenhorst. „Wir können froh sein, dass wir dieses Sieger-Gen haben.“

Dass es trotz Selbstvertrauen und Sieger-Gen in Delbrück über weite Strecken nicht rund lief, schreibt Wallenhorst dem ungewohnten Spieltermin am Freitagabend zu. „So kannte ich auch Delbrück nicht“, hat der VCB-Trainer viele leichte, „teilweise haarsträubende“ Fehler gesehen - auf beiden Seiten. „Wir sind im Prinzip direkt nach der Arbeit in den Bus gestiegen“, so Wallenhorst - Mangel an geistiger Fitness, bedingt durch fehlendes Relaxen. Den Gästen sei es dabei nicht besser gegangen. „Das waren 22 Mann im Dauerstress“, so Wallenhorst, der dabei die beiden Trainer noch nicht mal einrechnete. „Da passieren dann Fehler, die man normalerweise nicht kennt.“ Begünstigt hat den VCB eine Pause nach dem zweiten Satz, als es in der Halle eine Karnevalsvorführung gab. „Die war wichtig. Ich habe die Mannschaft in die Kabine zitiert und eine kurze, knackige Ansprache gehalten“, so Wallenhorst, eine mit deutlichen Worten. Am Ende stand ein Sieg des VCB.

Jetzt will Wallenhorst konkret in die Planungen für die neue Saison einsteigen. „In der kommenden Woche wird es ein Gespräch mit Timo Steinigeweg und Karlo Keller geben, und dann müssen wir zügig mit den Jungs sprechen“, sagt der Coach. „Wir wollen den Kader frühzeitig stehen haben“, stellt Wallenhorst klar, „Zeit haben wir genug.“ Namen von möglichen neuen Spielern habe er auch schon im Hinterkopf. Läuft alles nach Plan, dann könne man etwas früher mit der Saisonvorbereitung anfangen als im vergangenen Sommer - für ein weiteres Jahr in der 2. Volleyball-Bundesliga.


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