Lengerich
So., 04.10.2009
Schrameyers Kunststück
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Lotte - Es gibt im Fußball Treffer, die in Erinnerung bleiben. Solch ein Treffer glückte Simon Schrameyer am Freitagabend beim TE-Derby gegen Westfalia Hopsten. Der Spielmacher der Sportfreunde Lotte II ebnete mit seinem 1:0 (46.) den Gastgebern den Weg zum 2:0-(0:0)-Sieg.
„Ich hätte nie gedacht, dass ich da durchkomme“, konnte Schrameyer es hinterher selbst kaum glauben: Der Schiedsrichter hatte die Partie gerade wieder angepfiffen, da tickte Sergej Leonhard kurz den Ball an, bevor ihn Schrameyer direkt am Anstoßkreis übernahm. Mit dem Wissen, dass gleich „schon jemand dazwischen geht“, marschierte der 22-Jährige los. „Es hat mich zwar gewundert, aber alle sind immer weiter weggegangen.“ Die Hopstener wehrten sich nicht, sondern warteten ab. „Ein schwerer Fehler meiner gesamten Mannschaft“, konnte es Gästetrainer Uwe Gatz nicht fassen. „Ich habe dafür keine Erklärung. Das war ein Tor ohne Gegenwehr.“ Simon Schrameyer sagte danke und verwandelte.
„Dabei war das Spiel bis zur Pause ausgeglichen“, haderte Gatz mit der aus seiner Sicht unverdienten Niederlage. Die Sportfreunde hatten zwar mehr Spielanteile, fanden aber keine Möglichkeit, gegen defensiv stehende Gäste durchzubrechen. Zudem gestatteten sich die Hausherren viele leichtfertige Ballverluste. Westfalia Hopsten versuchte, durch lange Bälle auf die beiden Spitzen vor das Lotter Tor zu kommen. Chancen blieben aber Mangelware.
Sebastian Wellmeyer musste sich nach dem Seitenwechsel selbst auswechseln, da eine Verletzung in der Lendengegend aufgebrochen war. Für ihn beackerte fortan Sergej Leonhard die linke Seite, während Philipp Bosse auf der rechten Außenbahn ein starkes Spiel machte.
Wer dachte, der Führungstreffer gebe den Sportfreunden Sicherheit, lag falsch. Statt der Hausherren hatten die Gäste die Möglichkeit auszugleichen: Peter Lehmann brachte mit einem platzierten Freistoß Reserve-Keeper Florian Munz in arge Bedrängnis (47.). Die Partie verlagerte sich mehr und mehr in die Hälfte der Lotter. „Da waren wir leicht verunsichert“, musste auch ein ansonsten zufriedener Reserve-Coach zugeben. Doch besonders die Innenverteidigung um Benedikt Wellmeyer und Stefan Leimbrink, der die einzige Verstärkung aus dem Regionalliga-Kader blieb, stand wie eine Wand.
Sechs Minuten vor Schluss dann die Entscheidung: Sergej Leonhard legte den Ball für Felix Kuhlenbeck vor, der nach einem klugen Doppelpass mit dem eingewechselten Kastriot Krasniqi allein auf den Hopstener Keeper zulief. „Den Abschluss suchen“, rief Sebastian Wellmeyer quer über den Rasen. Gesagt, getan. Kuhlenbeck zog sofort ab, der Ball knallte an den Innenpfosten und von dort zur Entscheidung ins Tor.
Sportfreunde Lotte II: Munz - Nickel, B. Wellmeyer, Leimbrink, Lüken (70. Krasniqi) - S. Wellmeyer (45. Leonhard), Horstmann, Bosse, Schrameyer - Kuhlenbeck, Serim (88. Hehemann).
Westfalia Hopsten: Greß - Ueffing, Krühler, Rocho, Klimke - Pruß, Menger, Kratz, Kleinberns - Lehmann (65. Kheite), Zünkler.
Tore: 1:0 Schrameyer (46.), 2:0 Kuhlenbeck (84.).
Zuschauer: 80. - Schiedsrichter: Philip Holzenkämpfer (Wallenhorst).
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