Lengerich

Fr., 03.09.2010

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Mit Geduld und Spucke

Bis vor zwei Wochen spielte Tobias Willers noch in der Reserve der Sportfreunde, ehe er in Köln in die erste Elf rutschte, auf Anhieb überzeugte und nun gesetzt ist.Foto: (Sonja Möller)
Von Alfred Stegemann

Lotte - „Wir müssen geduldig sein“, sang schon Xavier Naidoo in seinem Hit während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. „Dann dauert es nicht mehr lang“, hieß es weiter in seinem Lied. Genau das fordert auch Maik Walpurgis von seiner Mannschaft im heutigen zweiten Heimspiel der Saison gegen den SC Verl (14 Uhr SolartechnicsArena). Die Ostwestfalen bevorzugten einen ganz anderen Stil als es die U 23 des 1. FC Köln tue, wo vor einer Woche der erste Saisonsieg gelang, meint Walpurgis: „Während Köln mitspielt, kommt Verl eher aus einer kompakten Defensive.“ Deshalb ist für den Coach klar: „Wir müssen die nötige Geduld aufbringen, dann wird es schon irgendwie gehen.“

Zwar verlor die Mannschaft von Trainer Raimund Bertels vor einer Woche daheim gegen FSV Mainz 05 II mit 0:2, dass sie aber etwas von Torverhinderung versteht, hat sie vor zwei Wochen bei Borussia Dortmund bewiesen. Nach einer Roten Karte gegen Marco Kaminski in der 24. Minute musste der SCV fortan mit zehn Spielern auskommen, schoss dennoch in Unterzahl das 1:0 und brachte den Vorsprung über die Zeit. „Verl beherrscht das Abwehrpressing perfekt und fährt blitzschnelle Konter“, zeigt sich Maik Walpurgis von der Defensivstrategie des heutigen Gegners beeindruckt.

Dennoch, der zweite Saisonsieg soll heute her. Ohne Wenn und Aber. Und da gibt es gerade gegen den SC Verl noch etwas gutzumachen. Denn die Ostwestfalen sorgten in der vergangenen Saison für einen empfindlichen Rückschlag für die Sportfreunde, als sie Mitte April in der PGW-Arena mit 3:2 gewannen. Danach rafften sich die Sportfreunde nicht mehr auf, um Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken noch vom Sockel zu stoßen.

Da die Mannschaft in Köln zu überzeugen wusste, gibt es für Walpurgis keinen Anlass, die Startformation zu ändern. Neben den Langzeitverletzten Tim Gorschlüter, Sergej Neubauer und Sidney fällt lediglich Marco Schneider wegen einer Grippe aus. Tobias Willers wird wieder den Part links in der Vierer-Abwehrkette für den operierten Sidney übernehmen. Der ist bereits wieder recht guter Dinge, wenn er auch mindestens ein halbes Jahr wird pausieren müssen. „Die gesamte Mannschaft war bereits da, auch wir vom Trainerstab. Über mangelnden Besuch kann er sich nicht beschweren“, verweist Maik Walpurgis auf einen intakten Mannschaftsgeist. Dennoch unterstreicht er nach wie vor, dass der Ausfall Sidneys ein herber Verlust sei: „Solche Spielertypen gibt es nicht oft.“

Aber er geht davon aus, dass die Spieler noch enger zusammen rücken. „Der Teamgeist stimmt“, macht er deutlich. Und als Mannschaft ist er überzeugt, können die Sportfreunde heute den zweiten Saisonsieg einfahren.

SF Lotte: Görrissen - Kunert, Czyszczon, Wiwerink, Willers - Gataric, Wingerter - Liesenfeld, Erwig, Aydogmus - Stachnik.


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